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Cronian Erathems

Progressive Metal, Season Of Mist/Soulfood 9 Songs

5.0/ 7
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Foto: METAL HAMMER

Es tut einfach gut, ohne Druck zu arbeiten; einfach frei von der Leber weg zu komponieren, ohne einen Gedanken daran verschwenden zu müssen, wie viele Käufer sich für die Platte finden werden. Bei Cronian können sich Borknagars Øystein G. Brun und sein Kollege Vintersorg ganz dem hingeben, was sie lieben: Prog- und Black Metal.

Auch auf ihrem dritten Album verschmelzen sie mit Hingabe und viel, viel Enthusiasmus Elemente dieser beiden Genres – und das tun sie, vielleicht eben weil es keine großen Erwartungshaltungen gibt, mit einer Leichtigkeit, die bei ihren Hauptbetätigungsfeldern weniger zu spüren ist. ERATHEMS besticht durch eine gewisse Unbekümmertheit, die sich wunderbar mit den ebenso akribischen wie feinfühligen Arrangements ergänzt. Die Platte zeichnet sich weniger durch einzelne Song-Höhepunkte aus, sondern ist vielmehr ein Werk, das man ganz ausgezeichnet am Stück hören kann.

Nicht jeder Abschnitt ist gleich mitreißend, das zerhackte ‘Drifting Station’ etwa fällt im Vergleich zum nachfolgenden, episch-ergreifenden ‘Moments And Monuments’ zwar ab, doch das macht nichts. ERATHEMS ist eher wie eine Aufführung: Es lässt einem Zeit, auch mal den Blick von der Bühne abschweifen zu lassen, fesselt aber im entscheidenden Moment wieder.

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