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Defaced ICON

Death Metal, Massacre/Edel (10 Songs / VÖ: 20.2.)

4.5/ 7
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Bereits mit dem Opener ‘The Antagonist’ zeigen Defaced unverblümt, wohin ICON steuert: Wie auf den früheren Alben ON THE FRONTLINE (2012) und FORGING THE SANCTUARY (2015) gehen die Schweizer erneut kompromisslos zur Sache. Auf ihrem Drittwerk wirken sie jedoch spürbar ausgereifter – ohne an Härte einzubüßen. Pathetisch in ­‘Perception’, groovig in ‘As My Will ­Prevails’ und melodisch-rasend in ­‘Anthem Of Vermin’ meistern Defaced den Spagat, trotz stilistischer Offenheit den Kern ihres Schaffens zu bewahren. Kein Einfluss verdrängt den Markenkern aus Death Metal und Grindcore, auch wenn dieser phasenweise deutlicher in den Hintergrund tritt, was ICON insge­­samt softer erscheinen lässt als in früheren Songs wie ‘Because I Despise’ oder ‘End Of Torment’ (FORGING THE SANCTUARY). Wer den künstlerischen Fortschritt der Band schätzt, erkennt in ICON ihr bislang reifstes Werk – Anhänger der ruppigen Vor-gänger werden die frühere Härte jedoch vermutlich vermissen.

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