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Deliver The Galaxy BURY YOUR GODS

Melodic Death Metal, Massacre/Soulfood (13 Songs / VÖ: 30.8.)

5.5/ 7
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Melodic Death made in Germany – auch wenn es nicht so anmutet. Das dritte Album von Deliver The Galaxy aus dem Rockharz-nahen Quedlinburg klingt, als hätte die Band ihr Material bei einer ausführlichen Reise durch die Death Metal-Hochburg Skandinavien anstatt im Harz gesammelt. Die Atmosphäre birgt ähnlich melancholisch-sympho­nische Passagen, die Melodien und Refrains klingen groß. Der Science-­Fiction-Aspekt, der BURY YOUR GODS offenbar innewohnen soll, sei mal dahingestellt – eher bewegt sich die Musik in den Sphären von Insomnium und Bloodred Hourglass, seltener strebt das Quintett in Richtung Arch Enemy (‘Deathlight’) oder, räumlich näher, Cypecore (‘Shadows’). Vielleicht liegt ja im „larger than life“-Gefühl der Ohrwürmer (der Titel-Track, ‘Insetopia’ und ‘Get Down’ wollen den Kopf gar nicht mehr verlassen) das Weltallthema.

Musikalisch gehen Deliver The Galaxy größtenteils in überzeugenden Growls vor, seltener gibt es wie im letzt­genannten Song auch Klargesang. Überraschend, wenn auch im Hinblick darauf, dass Sänger Matthias Mente fünf Jahre lang für Varg Gitarre spielte, nicht unerwartet, ist das erste deutschs­prachige Lied der Truppe: ‘Unsterblich’ hört man die ehemalige Beschäftigung des Frontmanns an. Pagan-Aspekte fallen weg, der Text ist nicht von der Fremdschamfraktion – so sticht er sprachlich zwar hervor, fällt allerdings nicht unangenehm auf und trägt eher dazu bei, dass das Kopf­nicken schon in der ersten Hälfte nicht mehr aufzuhalten ist. Deliver The Galaxy sind noch ein Geheimtipp – nach BURY YOUR GODS aber hoffentlich nicht mehr lange.

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