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Dimmu Borgir GRAND SERPENT RISING

Black Metal, Nuclear Blast (13 Songs / VÖ: 22.5.)

6/ 7
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Acht Jahre sind seit der letzten Scheibe EONIAN verstrichen. Eine Art Essenz der bisherigen Band-Geschichte soll GRAND SERPENT RISING darstellen, die erste Scheibe seit 1999 ohne Gitarrist Galder, der sich auf sein Projekt Old Man’s Child konzentrieren will. Und, ja, die Band ist weniger experimentell als beim Vorgänger unterwegs und bemüht sich, auch alten Vibe von Scheiben wie STORMBLÅST zu beschwören. Und mit den Songs ‘Ulvgjeld & Blodsodel’ sowie ‘Slik Minnes en Alkymist’ sind wieder norwegische Texte mit von der Partie. Natürlich haben Shagrath und Silenoz keine komplette Kehrtwendung vollzogen: GRAND SERPENT RISING ist immer noch Blockbuster-Black Metal für die große Leinwand. Dafür sorgte unter anderem Fredrik Nordström, der bereits an die Bombastscheiben PURITANICAL EUPHORIC MISANTHROPIA und DEATH CULT ARMAGEDDON Hand anlegte. Im direkten Vergleich wirkt der Sound flächiger, detailverliebter, allerdings verlassen sich die Songs selten vorrangig auf treibende Riffs, wie es beispielsweise ein ‘Puritania’ tat. Dennoch, GRAND SERPENT RISING ist trotz leichtem Retro-Flair großes Kino, wie man es von Dimmu Borgir erwarten durfte. Opulent (je nach Blickrichtung kitschig) und handwerklich perfekt bis ins Detail ausgearbeitet. Und das über 13 Songs bei 71 Minuten Spielzeit. Das muss man der Band erst mal nachmachen, da wird sich kein Fan beschweren. Allerdings konnte sich auch nach einigen Durchläufen noch kein klarer Favorit aus der Masse der Songs schälen, was jedoch für die durchweg hohe Qualität der Songs sprechen kann. Aber nicht wieder acht Jahre bis zum nächsten Album verstreichen lassen, okay?

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Nach den vollgeladenen letzten beiden Alben kehren Dimmu Borgir zurück zum Dreiwort-albumtitel und in weiten Teilen auch zum roheren Klang. Speziell die zweite Albumhälfte evoziert die Stärken der Band zur Jahrtausendwende (SPIRITUAL BLACK DIMENSIONS, PURITANICAL EUPHORIC MISANTHROPIA). Im Miteinander aus Black-, Progressive-, Symphonic- und Heavy Metal fungieren Orchestrierung und Chöre häufiger als schmückende statt tragende Elemente, wodurch bereits der Einsatz eines Pianos eindringlich wirken kann. Sebastian Kessler (6 Punkte)

Trve-Metaller dürften sich mit GRAND SERPENT RISING schwertun, denn Dimmu Borgir knüpfen nicht mehr direkt an ihre früheren schwarzmetallischen Werke an. Dennoch schaffen es die Norweger, zumindest einen Teil ihrer schwarzen Magie wieder einzufangen. Das Zusammenspiel von düsterem Metal und epischen, symphonischen Melodien macht die Platte zu einem verzaubernden Kunstwerk, das einen schnell in seinem Bann hat. Helen Lindenmann (5 Punkte)

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