Kritik zu Enemy Is Us Venomized

Enemy Is Us Venomized

Death Metal, Bastardized 13.06.2008

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Foto: Bastardized

In Schweden wird also doch noch Metal gespielt, sprich: Metal, wie ihn einst die Altvorderen zu spielen vermochten – schnelles Riffing, feist-flottes Drumming und ein Vokalist mit einem Organ, das selbst den finstersten Forst entnadelt.

Mit „Altvorderen“ sind hier Bands wie Carnal Forge, (alte) In Flames und At The Gates gemeint. Enemy Is Us besinnen sich abermals auf ihre schwedischen Wurzeln, sorgen aber immer für die nötige Abwechslung. Egal ob At The Gates-Verehrung (‘Through Vile Black Blood’, ‘Heading Towards The Light’), moderner Death Metal mit leichtem Hardcore-Touch (‘Show Me Them Horns’ – große Nummer) oder In Flames- und Soilwork-Reminiszenzen (‘End This Life’): Enemy Is Us machen durchweg eine gute Figur.

Einziges Manko – wenn man es so nennen will – ist die lange Dauer, bis VENOMIZED zündet. Es braucht sehr, sehr viele Durchläufe, bis Album Nummer zwei des Quintetts aus Uppsala den richtigen Hebel im zerebralen Metal-Zentrum findet. Und wir reden hier über melodischen Death Metal – und kein abgedrehtes, nerviges Prog-Geschwurbel.

Zeigt man sich dieser Scheibe aber als Gönner und spendiert einige Durchläufe, dann kommt man nicht umhin, die Qualität auf VENOMIZED zu realisieren: Melodic Death Metal, der alte und neue Schule verbindet und die Wurzeln mit Stolz präsentiert.

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