Kritik zu Engel ABANDON ALL HOPE

Engel ABANDON ALL HOPE

Modern Metal, Gain/Sony (13 Songs / VÖ: 11.5.)

4/ 7
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Niclas Engelin scheint über ein optimales Zeit-Management zu verfügen. Neben seiner Tätigkeit bei In Flames hat er dieses Jahr bereits das bemerkenswerte We Sell The Dead-Debüt HEAVEN DOESN’T WANT YOU AND HELL IS FULL veröffentlicht und zieht nun (wenn auch nur im Hintergrund tätig) mit dem fünften Engel-Album ABANDON ALL HOPE nach. Das letzte Werk trug den Titel RAVEN KINGS und erschien 2014 – seitdem hat sich im Sound der Schweden einiges getan. Von den Melodic Death-Einflüssen ist auf ABANDON ALL HOPE fast nichts mehr zu hören.

Zwar knattern die Riffs noch ordentlich, legen aber viel mehr Wert auf die zeitgeistigen Elemente. Dazu kommen Arrangements und Gesangslinien, die nicht nur den Modern Metal-Akzent betonen, sondern bezüglich der Melodieführung mitunter in Hard Rock-Gefilden fischen. Kurzum: Als langjähriger Fan der Band muss man sich umstellen. Das wäre grundsätzlich kein Hindernis, wären die Hooklines zwingend – das ist aber leider nicht immer der Fall.

ABANDON ALL HOPE agiert im Bereich der Hit-Qualität (wenn man in diesem Bereich agiert, ist das der Maßstab) durchschnittlich und das Ganze klingt sehr professionell, aber zuweilen auch beliebig. Wahrscheinlich ist das Problem, dass Engelin in den In Flames-Päuschen möglichst viel evon seinen Projekten vorantreiben möchte. Das ist kreativ jedoch nicht immer zielführend.

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