Yes MIRROR TO THE SKY

Progressive Rock, Insideout/Sony (9 Songs / VÖ: 19.5.)

5/ 7
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Als Rezensent des METAL HAMMER muss man im Fall Yes andere Maßstäbe als gewöhnlich ansetzen. Härte? Fehlanzeige! Straffe Arrangements? Sucht man hier vergeb­lich! Aggressivität? Kennt diese Musik nicht! Stattdessen herrscht auch auf ihrem neuen Album eine Atmosphäre, die an längst vergangene, spürbar verträum­tere Tage erinnert. Nämlich an die Goldenen Siebziger, als die Wiesen noch grüner, der Himmel blauer und die Nächte wunderbar friedvoll waren. Will sagen: MIRROR TO THE SKY ist progressiver Anachronismus – ein Widerspruch in sich, nicht wahr? –, der aber exakt das liefert, was sich Fans von dieser Band wünschen. Sortiert man die neuen Songs in eine Zeitschiene der Yes-Karriere ein, heißen die direkten Nachbarn vor allem FRAGILE (1971) oder CLOSE TO THE EDGE (1972).

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Okay, eine Ausnahme findet sich aber doch auf MIRROR TO THE SKY: Der fast 14-minü­tige Titel-Song greift (wenn auch nur phasenweise) etwas kraftvoller in die Saiten, könnte stilistisch ebenso von The Flower Kings oder Transatlantic stammen, hält aber dank Frontmann Jon Davis den gewünschten Yes-Kurs. Denn Davis’ Timbre und Melodieverständnis klingen wie Originalsänger Jon Anderson und sorgen dafür, dass Yes-Fans nicht ent­täuscht werden. Immer vorausgesetzt, man möchte in eine Epoche zurück­versetzt werden, in der Musik noch romantisch-verklärt, friedliebend
und – zugegeben – auch ein wenig schnulzig war.

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METAL HAMMER präsentiert: The Raven Age

The Raven Age haben ihre brandneue Single ‘Serpents Tongue’ veröffentlicht, den neuesten Song aus dem kommenden Album BLOOD OMEN, das am 7. Juli über erscheint. ‘Serpents Tongue’ ist eine feurige Melodic Metal-Hymne, schwer und wütend. Das epische, selbstproduzierte Video zeigt die Band bei der Aufführung des Songs in einem schaurigen Herrenhaus und bietet den Soundtrack für eine dämonische Dinnerparty des Raven King. "‘Serpents Tongue’ fühlte sich von Anfang an wie ein ganz besonderer Track für uns an", sagt Sänger Matt James. "Es ist die perfekte Balance zwischen Melodie und Härte. Es gibt so viele verschiedene Stile aber sie funktionieren alle…
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