Equilibrium Rekreatur

Pagan Metal, Nuclear Blast 9 Songs / 62:02 Min. / 18.06.2010

5/ 7
teilen
twittern
mailen
teilen
von
Foto: Nuclear Blast

Sängerwechsel sind immer eine schwierige Sache. Schnell verliert eine Band dadurch ihre Identität und letztlich ihre Fans. Im Fall von Equilibrium sind derartige Sorgen unbegründet: Robert „Robse“ Dahn passt perfekt in die Lücke, die Helge Stang vor kurzer Zeit am Mikro hinterlassen hat. Er keift zwar eine Nummer tiefer, die Texte sind aber genauso schwer verständlich wie eh und je. Auch ansonsten bleibt sich die Band auf REKREATUR treu.

Die Fantasy-Texte mit paganem Anstrich kommen mit entsprechender Begleitmusik daher: Hektischer Melodic Death/Black Metal mit epischen Song-Strukturen und dramatischen Höhepunkten sind seit jeher das Markenzeichen des süddeutschen Quintetts. Bei ‘Wenn Erdreich bricht’ oder ‘Verbrannte Erde’ hat man die marodierenden Wikingerhorden zwangsweise vor Augen. Und zwar in feinster Hollywood-Ästhetik – dem flauschig-dicken Orchesterteppich sei Dank. Hieran krankt das Album leider auch ein wenig. Unter den klebrig-süßen Bonbon-Melodien bleibt den Songs kaum Luft zum Atmen, viele Songwriting-Details gehen verloren. Andererseits zündet das Konserven-Orchester bei Live-Auftritten immer ganz ordentlich, sodass man der Band daraus keinen Strick drehen kann.

Will man ja auch gar nicht: Unterm Strich funktioniert das Equilibrium-Rezept sehr ordentlich. Die Met-Fraktion darf sich über acht solide neue Pagan-Partykracher (und ein monumentales Instrumental) freuen, allen voran ‘Der ewige Sieg’ und der flotte Rocker ‘Fahrtwind’. Etwas weniger Bombast würde dem Gesamtpaket dennoch gut zu Gesicht stehen.


ÄHNLICHE KRITIKEN

Patria :: MAGNA ADVERSIA

Hetroertzen :: UPRISING OF THE FALLEN

Helheim :: LANDAWARIJAR


ÄHNLICHE ARTIKEL

Nicolas Cage mag Black Metal

Nicolas Cage ist eine coole Sau. Punkt. Doch jetzt setzt der Hollywood-Star noch einen drauf.

Mayhem: Attila Csihar über das LIVE IN LEIPZIG-Jubiläum

Vor 32 Jahren spielten Mayhem ihr legendäres Konzert LIVE IN LEIPZIG. Zum Jubiläum taten sie es im Dezember 2022 erneut - originalgetreu und dennoch anders.

Die besten Black Metal-Alben 2022

Den kompletten ultimativen Jahresrockblick gibt es brandheiß und druckfrisch in der aktuellen METAL HAMMER-Januarausgabe!

teilen
twittern
mailen
teilen
Mayhem: Attila Csihar über das LIVE IN LEIPZIG-Jubiläum

Sie sind Brüder im Geiste: Zu Ehren des 30. Jubiläums des denkwürdigen LIVE IN LEIPZIG-Konzerts sowie ihrer verstorbenen Band-Mitglieder Dead und Euronymous legten Mayhem den legendären Gig am 15. Dezember 2022 als "30th Ritual Concert" neu auf. Frontmann ATTILA CSIHAR nahm sich vor der Show die Zeit, um mit METAL HAMMER über die Bedeutung dieser Show, Attilas persönliche Beziehung zu Dead sowie eine mögliche Veröffentlichung der Neuauflage als Live-Album zu sprechen. METAL HAMMER: Attila, vor 32 Jahren haben Mayhem ihr legendäres Live-Album LIVE IN LEIPZIG aufgenommen. Wie fühlt es sich für dich an – du bist schließlich bei dem Originalkonzert…
Weiterlesen
Zur Startseite