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Firewatch

Adventure, Campo Santo/Panic

6/ 7
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Henry ist auf der Flucht – nicht vor jemandem oder etwas, sondern seinem eigenen Leben mit all seinen Ängsten, Problemen, Fehlern und Entscheidungen. Eine davon wiegt besonders schwer: als er sich dazu entschied, seine Frau Julia, die an Alzheimer erkrankte, mit ihrer Familie in der Ferne zurückzulassen.

Henrys Ziel: Ein Nationalpark in Wyoming, um dort als Feuerwächter zu arbeiten. Was auf den ersten Blick nicht gerade nach Spannung oder Spielspaß klingt, entwickelt sich im Lauf der kurzen Spielzeit dank Indie-Entwickler-Studio Campo Santo zu einem frühen Spiele-Highlight des Jahres 2016. Die wunderschön gestaltete und von Olly Moss illustrierte Spielwelt zieht einen mit ihrer Farbpracht sofort in den Bann.

Jedoch wird man relativ schnell wieder aus diesem gerissen, denn plötzlich meldet sich Henrys Walkie-Talkie und Chefin Delilah meldet sich, um uns durch den ersten Tag zu begleiten. Im Lauf des Spiels entsteht eine interessante Beziehung zwischen Henry und Delilah, die man direkt durch Antwortmöglichkeiten beeinflussen kann (man kann auch das gesamte Spiel über schweigen). Die Art und Weise, wie somit die Geschichte vorangetrieben wird, macht Laune und entwickelt eine ganz eigene Dynamik. Hinzu kommt, dass im Nationalpark nicht alles so ist, wie es scheint.

Abgesehen davon sind die reduzierten Steuerelemente und die zu Beginn etwas fummelige Navigation via Karte und Kompass völlig ausreichend und schaffen es sogar, einen noch mehr in die Spielwelt hineinzuziehen. Alles in allem ein tolles Erlebnis abseits der bekannten Muster und Genres.

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