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Five Finger Death Punch THE WAY OF THE FIST

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Obwohl THE WAY OF THE FIST in Europa erst jetzt erscheint, hat die Platte schon zwei Jahre auf dem Buckel. In den USA konnten Five Finger Death Punch damit bereits einen kleinen Sensationserfolg verbuchen – was eigentlich viel über den Zustand der Nation aussagt.

Die fünf Homies aus Los Angeles fabrizieren eine Mischung aus Modern Thrash und Nu Metal Riffs, die schon vor sieben Jahren nicht besonders originell gewesen wären, und würzen das Ganze mit einigen Old-School-Melodien, die zugegebenermaßen ganz nett kommen. An ihren Instrumenten sind die Jungs jedenfalls fit, und auch am Sound gibt es nichts auszusetzen – er wurde abgemischt vom ehemaligen Machine Head/Soulfly Sorgenkind Logan Mader.

Was sich theoretisch gar nicht mal so übel anhört, klingt in der Praxis ernüchternd: THE WAY OF THE FIST wirkt wie am Reißbrett konstruiert. Hier gibt es keine einzige Note, die man nicht schon zuvor bei Slipknot, Hatebreed oder auch Disturbed gehört hätte. Das Hauptproblem ist jedoch Sänger Ivan Moody: Sein Wechselspiel zwischen cleanen Vocals und Brüllgesang ist mittlerweile schon verdammt abgelutscht, womit sich der Mann in die lange Riege identisch klingender Shouter jüngerer Generation einreiht – und so absolut austauschbar wirkt. ATTACK OF THE CLONES hätte es als Albumtitel vermutlich auch getan.

Wolfgang Kuhn


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