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Five Finger Death Punch The Wrong Side Of Heaven And The Righteous Side Of Hell, Volume 2

Warner 12 Songs / VÖ: 15.11.2013

6.0/ 7
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Foto: METAL HAMMER

Neulich in Wacken, kurz nach Sonnenaufgang, beim Fachgespräch. Kollege Sadoni und der Rezensent sind sich einig, dass das just erschienene THE WRONG SIDE OF HEAVEN AND THE RIGHTEOUS SIDE OF HELL, VOLUME 1 von Five Finger Death Punch ein ziemliches Brett ist. Darauf noch ein Kaltgetränk. Doch während zu Hymnen wie ‘Lift Me Up’ wahlweise auf die Knie gefallen oder die Bierbank über den Platz geschmissen wird, stellt sich in einem wachen Moment die Frage, ob der angekündigte zweite Teil wohl ähnlich mitreißend ausfallen wird.

Natürlich hat die Band bereits propagiert, dass es sich bei diesem Doppelschlag um das stärkste Material ihrer Karriere handelt. Ein tausendmal gehörter Satz, aber der Funke Hoffnung, dass diesmal tatsächlich etwas dran sein könnte, glimmt stärker denn je. Jetzt ist THE WRONG SIDE OF HEAVEN AND THE RIGHTEOUS SIDE OF HELL, VOLUME 2 da, und es fühlt sich minimal sperriger und fordernder, aber auch konsequenter und demnach härter an als Teil eins. Was im metallischen Kontext nicht das Allerschlechteste ist. Im Grunde genommen wären Five Finger Death Punch auch schön bekloppt, Wesentliches an ihrer Erfolgsformel zu ändern.

Diese lautet nach wie vor: gnadenloser Groove plus ausdrucksstarker Gesang mal fette Gitarren ist gleich großartiger Dicke-Hose-Metal mit maximalem Wiedererkennungswert. Schon der Opener ‘Here To Die’ bringt all das auf den Punkt, paart das Ganze aber noch mit gefälliger Melodik zum ersten Volltreffer. Nicht zum letzten Mal erinnert Sänger Ivan L. Moody leicht an Corey Taylor, zieht aber vor allem bei den ruhigen Nummern wie der ersten Single ‘Battle Born’ oder dem hervorragend arrangierten ‘Cold’ (allerfeinste Power-Balladen-Ware) locker am Stone Sour-Kollegen vorbei.

Das Schöne daran: wenn es droht zu schmalzig zu werden, wartet der nächste Nackenbrecher bereits um die Ecke. Wie das brachial herausgekotzte ‘Matter Of Time’ oder das unfassbar geile ‘Weight Beneath My Sin’, das mit teilweise djentigem Riffing und extrem cooler Kuhglocke ein sicherer Hit ist. Selbst aus dem Uraltklassiker ‘House Of The Rising Sun’ erstellen die US-Amis mit grandiosen Metal-Gitarren eine coole, neue Version, die sich in den kommenden Lehrbüchern wiederfinden dürfte. Wie der gleichwertige Vorgänger musikalisch-metallisch über jeden Zweifel erhaben.

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