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Germ Escape

Post Black Metal, Prophecy/Soulfood (8 Songs / VÖ: 29.4.)

4/ 7
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Tim Yatras ist so umtriebig wie talentiert. Wohl am besten bekannt durch sein ehemaliges Engagement beim Black Metal-Duo Austere, ist der Australier auch als Einzelgänger für einige manische Depressionen verantwortlich. In bester One-Man-Metal-Manier hat er auch beim neuen Germ-Album wieder alles in Eigenregie eingespielt und produziert.

Bereits im zarten Alter von elf Jahren entdeckte er Black Metal für sich. Seither ist es um seine Seele geschehen – einzig seine Vorliebe für Oasis scheint ihm noch den ein oder anderen Lichtblick auf die eigene, weltliche Existenz zu eröffnen. In diesem Spannungsfeld, zwischen ‘Dunkelheit’ und ‘Wonderwall’, bewegt sich seine höchst eigene Spielart des Metal. Seit GRIEF sind mittlerweile drei Jahre vergangen, aber viel hat sich nicht geändert im Hause Yatras: Auftauchende depressive Verstimmungen behandelt er mit seiner Musik. Vor allem im Schrei-gesang meint man so manche fehlgeleitete Emotion zu entdecken, und doch fühlt sich das irgendwie herrlich an!

Aber auch vereinzelte, klare, melodische Passagen haben weiterhin ihren Platz und schweben über einer dissonanten Gitarrenwand, die auf ESCAPE wieder deutlicher in den Vordergrund gerückt ist und (leider) manchmal alles andere unter sich be-gräbt. Deshalb scheint auch die Hit-Dichte et-was zurückgeschraubt – ein Stück wie -‘Withering In Hell’ sucht man vergebens. Und doch schafft Yatras es wieder, -zerbrechliche Black-Momente mit noch zerbrechlicheren poppigen Anteilen so zu vermischen, wie es nur wenige seiner Genre-Kollegen vermögen.


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