Das Album-Cover sieht eher unfreiwillig peinlich aus und harmoniert insofern mit „coolen“ Musiker-Pseudonymen wie Nukklear Tormentörr oder Mörgoth. Allerdings leisten sich Gloomy Grim auf musikalischer Ebene kaum beschämende Patzer.
Kaum? Nun ja, ein wenig offensichtlich sind die Parallelen zu den führenden Bands Dimmu Borgir und Cradle Of Filth durchaus – allerdings mischen Gloomy Grim die Essenzen beider Bands zu einem kurzweiligen, unterhaltsamen Album. Die Finnen legen dabei besonderen Wert auf eine düstere Stimmung und machen ihrem Namen insofern alle Ehre. Exzessive Gewaltausbrüche sind eher selten – dann aber äußerst effektiv – neben den vorrangig präsenten, stampfenden Mid-Tempo-Parts sind auch getragene, Keyboard-lastige Passagen anzutreffen.
Insbesondere letztere sorgen für eine morbide Atmosphäre, die dem Album zuweilen Hörspiel-Charakter verleihen. Gut gemacht – aber, wie eingangs erwähnt, nicht das originellste Werk. Wer sich daran nicht stört, findet in UNDER THE SPELL OF THE UNLIGHT ein in sich stimmiges und gut produziertes Black Metal-Album.
Martin Wickler
(Diese und viele weitere Rezensionen findet ihr in der METAL HAMMER September-Ausgabe!)
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