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Cradle Of Filth HAMMER OF THE WITCHES

Black Metal, Nuclear Blast/Warner 11 Songs / VÖ: 10.7

5/ 7
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Foto: Promo

Die Luft war so ein bisschen raus aus Cradle Of Filth. DARKLY, DARKLY, VENUS AVERSA (2010) und THE MANTICORE AND OTHER HORRORS waren durchaus gute Alben – viel hängen blieb von ihnen auf Dauer aber nicht. Dass Behemoth den Briten auf der gemeinsamen Tour den Rang abgelaufen haben, könnte ein Weckruf für Dani Filth gewesen sein, ebenso wie der Weggang von Gitarrist Paul Allender.

So ist HAMMER OF THE WITCHES in vielfacher Hinsicht ein Schritt zurück – und damit nach vorne. Rasender Schwarzmetall, hohes Kreischen und tiefen Gurren bestimmen das Klangbild des Albums ebenso wie einschmeichelnde Gothic-Melodien und betörender Frauengesang, Iron Maiden-Harmonien (die den neuen Axtmännern Marek „Ashok“ Šmerda und Richard Shaw zuzuschreiben sein sollten), Orchester-Arrangements und wilde Gitarrensoli.

HAMMER OF THE WITCHES ist fies und verlockend wie die verbotene Schokofrucht. Was das elfte seinen Vorgängeralben voraus hat, sind erinnerungswürdige Momente und Songs in hoher Schlagzahl. ‘Right Wing Of The Garden Triptych’ schielt mit Gesangseinsätzen von Keyboarderin Lindsay Schoolcraft, Friedhofsluft und tollen Melodien in Richtung ‘Nymphetamine’, mit ‘Deflowering The Maidenhead’ rücken Cradle Of Filth so nah an klassischen Black Metal wie lange nicht mehr, ‘Yours Immortally’ und ‘Blackest Magic In Practice’ (spitzen Song-Titel!) hätten auch auf Band-Klassikern wie CRUELTY AND THE BEAST (1998), NYMPHETAMINE (2004) oder MIDIAN (2000) stehen können.

Natürlich werden Cradle Of Filth mittelfristig keine Behemoth mehr. Mit HAMMER OF THE WITCHES hinterlassen sie aber ein saftiges, tropfendes, zuckendes Lebenszeichen.

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