Kritik zu Gotthard NEED TO BELIEVE Review

Gotthard NEED TO BELIEVE Review

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Lang, lang ist’s her, dass die Schweizer von Gotthard etwas fabriziert haben, das irgendwie mit dem Begriff „Metal“ in Verbindung gebracht werden konnte. Die Musik dieser Band ist gereift, sagen die einen. Ein musikalischer Abstieg der traurigen Sorte, sagen die anderen.
Letztere werden mit dem neuen Album garantiert nicht glücklich werden.

Gotthard spielen schon seit einigen Alben (LIPSERVICE, etc.) etwas, das sich grob mit „massenkompatibler Rock“ umreißen lässt. Ein äußerst abgegrastes Terrain, wenn man die schiere Masse an nichtssagenden Veröffentlichungen in diesem Bereich betrachtet. Allerdings haben Gotthard einen unschätzbaren Vorteil gegenüber jüngeren Bands. Die Gruppe hat ihr Gesicht, ihre Individualität und ihr Publikum bereits gefunden, und der „Kampf“ beschränkt sich auf das bloße überleben im Business.

So ist die Erfahrung der Musiker in jedem Lied von NEED TO BELIEVE zu sehen. Die Nuancen des Albums sind, wenn auch dezent, anders als die der Vorgänger. So erkennt man hie und da einen deutlichen Tempoanstieg und eine Rückbesinnung auf Altes, während die balladesken Stücke eine andere Emotion ansprechen. Insgesamt ist der Grundton aggressiver, ohne wirklich ins ausfallend-laute überzugehen.

Der Erfahrungswert liegt hierbei darin, nicht in einer musikalischen Endlosschleife festzustecken – trotz gleich bleibenden Stil und Richtung. Für Gotthard-Liebhaber eine uneingeschränkte Empfehlung. Dem Rest sei allerdings das ältere Material der Band ans Herz gelegt.

Saskia Annen


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