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Grave Out Of Respect For The Dead

Death Metal, Century Media/Sony (9 Songs / VÖ: erschienen)

6/ 7
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Wenn etwas unumstößlich, unumgänglich und am Ende für die Ewigkeit ist, dann ist es der Tod. Und dieser wird seit rund 30 Jahren vom Schweden Ola Lindgren repräsentiert, der mit seiner Band Grave zu einer der großen Konstanten im Death Metal geworden ist.

Das liegt zum einen daran, dass er trotz einiger Line-up-Wechsel seiner Liebe zum Death Metal treu geblieben ist, und zum anderen daran, dass sich Grave nie sonder­lich verbogen haben, was ihren Sound angeht. Hier mal ein paar Einflüsse aus dem Thrash, dort mal ein bisschen Dicke-Eier-Rock, aber im Großen und Ganzen weiß der Fan, was er von Grave erwarten darf und auch geliefert bekommt. Diesbezüglich macht auch OUT OF RESPECT FOR THE DEAD keine Ausnahme, sondern geht noch einen Schritt weiter. Denn Grave schafften es, eine Art Best-of ihrer bisherigen Karriere zu schreiben.

Vom klassisch knüppelnden Death Metal (der Titel-Song) über doomig-schleifende Parts bis hin zu drückendem Midtempo (‘Plain Pine Box’ oder die göttliche Allmachtsfantasie ‘Deified’) liefern die Schweden jede Menge Abwechslung. Da­zwischen schleichen sich auch mal ein paar obskur-okkulte, dräuende, atmosphärische Parts (‘The Ominous „They“’) ein. Beim vorletzten Stück, ‘Trail Of Ungodly Trades’, bauen sie eine kleine ‘Soulless’-Referenz am Drumbeat ein und lassen den Song mit dicken Eiern ausklingen, bevor das fast zehnminütige Epos ‘Grotesque Glory’ ein von der Band toll und dick produziertes Album beschließt. Hach, Grave, mit euch wird der Tod schon gut.


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