2007 veröffentlichten Graveyard ihr band-betiteltes Album und übernahmen rasch den vintage-orientierten Underground. Einige Jahre vergingen, bis sie mit HISINGEN BLUES die Spitze der europäischen Retrowelle erklimmen konnten. Entgegen vieler Spekulationen hielt das Quartett dem großen Druck stand und schob kaum ein Jahr später den kongenialen Nachfolger LIGHTS OUT hinterher.
Auch bei ihrem vierten Langspieler denken die Göteborger nicht eine Sekunde daran, vom Erfolgsweg abzuweichen. Die Kernkraft bilden das kontinuierliche Wachstum der nuancierten Song-Strukturen und Joakim Nilssons stets präsente Wut, die sich heute ganz andere Kanäle sucht als noch auf LIGHTS OUT.
Ebenso Axel Sjöbergs außergewöhnliches Verständnis für den Groove der Rock- und Blues-Musik der späten sechziger Jahre, und nicht zuletzt die pulsierende Substanz, mit der das Quartett jede gespielte Note verdickt. Querverweise auf Led Zeppelin, Blue Cheer oder The Doors lassen sich nach wie vor nicht von der Hand weisen – und doch ist es letzten Endes nur ihr ungezähmter Eigensinn, dem INNOCENCE & DECADENCE die Zeitlosigkeit verdankt.
ÄHNLICHE KRITIKEN
Bagman
Beyond Good And Evil: 20th Anniversary
WarioWare: Get It Together! (Nintendo Switch)
Wario ist zurück - und hat mit ‘WarioWare: Get It Together!’ eine ganze Wagenladung an neuen, witzigen Mikrospielen im Gepäck.
ÄHNLICHE ARTIKEL
Die 500 besten Metal-Alben (15): AC/DC BACK IN BLACK
Der Tod ihres Sängers Bon Scott macht AC/DC mit diesem Album unsterblich, obwohl er daran nicht mehr beteiligt ist.
Die 500 besten Metal-Alben (24): Slipknot IOWA
IOWA von Slipknot bricht mit allen Szenebeschränkungen und schiebt ein ganzes Genre nach vorne.
Die 500 besten Metal-Alben (23): Megadeth RUST IN PEACE
Selten ist sich die Musikwelt so einig wie in dem Fall, dass Megadeth hiermit ihr Opus magnum vorgelegt haben.
