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Hate Eternal UPON DESOLATE SANDS

Death Metal, Season Of Mist/Soulfood (9 Songs / VÖ: 26.10.)

6/ 7
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Es gibt diese Momente, in denen es nichts Erquickenderes gibt als eine große Säuberung der eigenen zerebralen Matschmischpoke. Und es gibt Hilfsmittel wie zum Bei­spiel das neue Album von Hate Eternal. Mastermind Erik Rutan und Bassist J.J. Hrubovcak, neuerdings verstärkt durch das bayerische Trommelmonster Hannes Grossmann (ex-Necrophagist, ex-Obscura), haben es vollbracht, ihr akustisches Schaffen auf ein neues Level zu hieven. Megabrutaler Death Metal natürlich, wie immer, aber diesmal mit einer Extraschüppe Glorie im Songwriting:

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Es gibt bei allem Geballer viele nachvollziehbare Strukturen, ver­träumte Zwischenspiele (für Hate Eternal-Verhältnisse), subliminale Grooves und technische Feinheiten zu entdecken die zeigen, dass Hate Eternal momentan so stark wie nie zuvor agieren. Passend dazu hat sich auch die Produktion weiter­entwickelt. Wo es früher mitunter schwierig war, im permanenten Dauer­feuer tonale Details auszumachen, weist UPON DESOLATE SANDS bei allem Druck und aller Brutalität einen doch recht offenen, weiten Klang auf, der den einzelnen Instrumenten und den bösartigen, aber mittels Textblatt doch nachvollziehbaren Growls des Chefs genügend Raum zur Entfaltung bietet.

Von Erik Rutan aufgenommen und Alan Douches gemastert, funktioniert UPON DESOLATE SANDS sowohl per Kopfhörer als auch aus den Boxen. Währenddessen unterstreicht das Eliran Kantor-Art­work zusätzlich den künstlerischen Anspruch von Hate Eternal – obwohl die Musik für den ein oder anderen vermutlich nach Alien-Technologie klingt. Oder Katharsistheorie. So oder so: Hate Eternal vermischen auf brillante Weise ihre technische Werkschau mit düsterer Atmosphäre und doch liebenswerten Songs, für die der Hörer nicht zwingend Jazz studiert haben muss. Und das ist die große Kunst, die UPON DESOLATE SANDS innewohnt.

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