Hate RUGIA

Death Metal, Metal Blade/Sony (9 Songs / VÖ: 15.10.)

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Auch nach über 30 Jahren denkt ATF Sinner nicht daran, einige Gänge zurückzuschalten. Puste­kuchen: Auf RUGIA peitscht Hates Gitarrist, Sänger und Gründer sich und seine Mitstreiter zu neuen Höchstleistungen an. Klar, anno 2021 kanalisiert er seine Aggressionen zielgerichteter und versierter als zu Zeiten der ersten Demos. Und auch die abermals im Hertz Recording Studio (Behemoth, Decapitated) hergestellte Klangschale fühlt sich weitaus weniger räudig an als in den frühen 1990er-Jahren. Aber die authentische Wut des polnischen Todesstahls ist geblieben – und hat dank einer über die Jahre immer rabenschwärzer gewordenen Legierung an Intensität zugenommen. Auf dem zwölften Hate-Album noch ein Quäntchen mehr als auf den direkten Vorgängern, was sicher auch an Schlagzeugneuzugang Nar-Sil (Neolith, Virgin Snatch) liegt, der neben ATF Sinner zusätzliche Arschtritte verteilt.

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Gehüllt in fins­tere Atmosphäre vereinen sich rasende Blasphemie, filigrane Soli und wuchtig-hymnische Grooves zu neun geradlinigen Brechern, die ebenso Hates Geschichte als auch ihren sicheren Stand im Hier und Jetzt repräsentieren. Große Experimente bleiben traditionsgemäß weitestgehend außen vor. Über-Hits mit Ausnahme des (potenziellen Live-)Krachers ‘Saturnus’ ebenfalls. Während diese konsequente Verlässlichkeit – je nach Betrachtungsweise – eine Ab- beziehungsweise Aufwertung nach sich zieht, erlaubt RUGIA in einem Punkt keine Diskussion: Unter Beibehaltung ihrer jetzigen Form dürften Hate auch in den nächsten 30 Jahren eine verlässliche Konstante für kompakten Blackened Death Metal bleiben.

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