Auf ihrem vierten Album schalten Havok einen Gang höher. Mindestens. Das ist allerdings nicht gleichbedeutend mit Geschwindigkeitsrausch (den das Quartett aus Denver immer noch in petto hat), sondern auf die spielerischen Feinheiten bezogen, mit denen CONFORMICIDE glänzt. Diese Scheibe erlaubt sich weitaus kreativere Ausflüge als seine drei Vorgänger, ohne dabei das Thrash-Universum zu verlassen. Vieles erinnert noch immer an die Anfänge der Szene, an Overkill, Exodus oder andere Vertreter der puristischen Raserei. Hinzu gesellen sich nun aber auch progressive Elemente und Breaks, wie man sie vom ganz jungen Dave Mustaine und dessen ersten Megadeth-Alben kennt beziehungsweise schätzt. Die Melodien sind prägnanter, der Gesang griffiger, die Lieder untereinander abwechslungsreicher – und als Folge die Dynamik höher. Wenn es Havok jetzt noch gelingt, die Qualität der Hooklines gleichbleibend hochzuhalten, kommen die US-Amis ihrem (durchaus ambitionierten) Ziel einen bedeutenden Schritt näher: das Erbe von Metallica, Slayer und Anthrax anzutreten.
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