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Heaven Shall Burn OF TRUTH AND SACRIFICE

Melodic Death Metal, Century Media/Sony (19 Songs / VÖ: 20.3.)

6.5/ 7
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Was für ein kaum in Worte zu fassender Brocken! Wo so vielen Alben auf halber Strecke die Puste und Ideen ausgehen, halten Heaven Shall Burn über die Laufzeit von zwei CDs die Energie, den Zorn und die Intensität ganz weit oben. Damit solch ein seltener Glückstreffer funktioniert, greifen auf OF TRUTH AND SACRIFICE mehrere Räder ineinander. Das offensichtlichste, weil unüberhörbare: Heaven Shall Burn haben über die Jahre hinweg ihren ureigenen Stil gefunden und weiter perfektioniert: Die undurchdringbare, aber fein konturierte Wand, die das Gitarristenduo Maik Weichert und Alexander Dietz errichtet, der natürlich-wuchtige, treibende Schlagzeug-Sound und der unverkennbare Marcus Bischoff, der seine zornigen Zeilen diesmal besonders hass- und rotzerfüllt über dieses Bollwerk keift und es endgültig in den Angriffsmodus versetzt, sind unverkennbar Heaven Shall Burn. Teils drückt OF TRUTH AND SACRIFICE einem physisch die Luft aus den Lungen!

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Die Bezeichnung Metalcore greift dabei schon lange nicht mehr; zu malmendem Death Metal der Bolt Thrower-Schule (‘What War Means’, ‘Tirpitz’), Schwedentod à la In Flames (‘Children Of A Lesser God’) und zerstörerischem Hardcore (‘Eradicate’) gesellen sich kaum zählbare weitere Einflüsse. Heaven Shall Burn wildern im Gothic (‘The Sorrows Of Victory’, Gastsänger Chris Harms von Lord Of The Lost passt hier wie die Faust aufs Auge), Electro (‘La Resistance’ zerstört jeden EDM-Club), Black- (‘Stateless’) und Thrash Metal (‘Critical Mass’, im Original von Nuclear Assault), und klingen dabei jederzeit wie im jeweiligen Genre zu Hause.

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Dass sie sich in einigen Songs von einem Orchester unterstützen lassen, verschafft OF TRUTH AND SACRIFICE noch mehr Tiefe und Schwere. Dabei muss es gar nicht die Breitwandopulenz eines ‘Weakness Leaving My Heart’ oder ‘Expatriate’ sein, die einen beim Headbangen Gänsehaut zaubern; denn das gelingt den Thüringern bereits mit von unentrinnbaren Melodien und Riffs durchzogenen Kampfansagen wie ‘Protector’, intensiven Brutalattacken wie ‘Übermacht’ und immer dann, wenn sich wie in ‘Thoughts And Prayers’ revolutionär die Faust heben lässt.

Überhaupt, und das schließlich ist der Kitt, der die 17 Songs (plus zwei Instrumentals) zusammen- und die Spannung oben hält, herrscht durchgehend Alarmbereitschaft und das durchdringende Gefühl von Relevanz, Ernsthaftigkeit und Wir-gegen-die, ohne dabei in die Plattitüdenfalle zu tappen. In Zeiten politischer Radikalisierung und gesellschaftlicher Spaltung solch ein brutales und brutal-wahrhaftiges Album zu veröffentlichen, verdient höchsten Respekt.

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