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Heilung DRIF

Folk Metal, Season Of Mist/Soulfood (9 Songs / VÖ: 19.8.)

5/ 7
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Nur wenige Bands sind so nachdrücklich wie Heilung, wenn es darum geht, ihr eigenes Ambiente mitzubringen. Das ist, als stünde eine Horde Fremder in seltsamen Kostümen vor der Tür, die dich beiseitestoßen, deine Möbel aus dem Fenster schmeißen, Knochen, Äste und Pflanzenteile im Zimmer auslegen, sie mit Eingeweiden be­hängen und aus dem Rest ein Feuer­chen machen. Bisher strikt dem nordischen Raum verhaftet, wirft das Ritual-Trio auf seinem dritten Album das Netz weiter aus – entlang prähistorischer Handelsrouten von Island über Kanaan bis Mesopotamien. DRIF (was wohl so viel wie ‘Versamm­lung’ bedeutet) bietet Intensität, Schönheit und Strenge: Die Energien der Vorgängeralben OFNIR und FUTHA werden zu einem geheimnisvollen Ganzen gebündelt.

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Männlich, weiblich und alles dazwischen, irdisch und göttlich, mit Kehlkopfgesang, Krächzen und klarer heller Stimme – so weit, so bekannt, aber DRIF wandert mit neuer Lust durch die Schattenwelt. Der Liebeszauber ‘Asja’ beginnt krude, um zart zu werden, in ‘Tenet’ wird ein sehr altes magisches Palindrom vertont, und ‘Urbani’ wühlt in den Traditionen der römischen Armee zur Zeit Julius Caesars. Das folgende Poem ‘Keltentrauer’ ist als Heilung-typisches Minihörspiel mit deutschem Text dagegengesetzt. ‘Marduk’ schließlich hat was von den US-Magiern Lifegarden (falls die noch jemand kennt). Also, wenn DRIF klingelt: unbedingt aufmachen.

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