Helmet sind ein Fels in der Alternativ-Brandung und veröffentlichen mit SEEYING EYE DOG das dritte Album seit der Reunion 2004. Die letzten beiden Platten konnten nicht so recht überzeugen, doch die vier Jahre Arbeitszeit an SEEYING EYE DOG haben sich gelohnt. Die ersten drei Songs geben schön Gas, bevor die Musiker sich mit ‚L.A. Water‘ eine kleinere Verschnaufpause gönnen.
Positiv fällt vor allem Page Hamiltons Stimme auf, die endlich wieder richtig wütend klingt – bis der Instrumental-Track ‚Morphing‘ mit seinen atmosphärischen Samples als interessante Neuerung im Helmet-Repertoire erklingt. Zwei weitere Besonderheiten sind das Beatles-Cover ‚And Your Bird Can Sing‘, das allerdings nicht wirklich zu den restlichen Songs auf dem Album passt, und der finale Track ‚She’s Lost‘. Mit einer für Helmet-Verhältnisse deutlichen Überlänge von über sechs Minuten lässt er Hamiltons Jazz-Gitarren-Herkunft immer wieder durchblitzen.
Ihre alte Größe erreichen Helmet mit SEEYING EYE DOG zwar noch nicht, aber es ist ein guter Schritt in die richtige Richtung ist gemacht.
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