High Spirits SAFE ON THE OTHER SIDE

Heavy Metal, High Roller/Soulfood (10 Songs / VÖ: 24.11.)

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Am aktuellen Scorpions-Album ROCK BELIEVER (2022) gibt es wenig schlechtzureden. Trotzdem sei die dreiste Mutmaßung erlaubt: Was wäre das für ein Fest gewesen, hätte jenes Songs und Schmiss gehabt wie die neueste Veröffentlichung von High Spirits! Dass sich das US-amerikanische Projekt an die deutschen Hard Rock-Urgesteine anlehnt (wenngleich Chris „Professor“ Black heute eine Nummer tiefer singt als auf dem sehr Klaus Meine-nahen Debütalbum), ist so wenig neu wie der auf SAFE ON THE OTHER SIDE dargebotene Stil: Mit quellreinem Heavy Metal und mehr als einem Schulterblick gen Hard- und Classic Rock begeistert Alleinunterhalter Black seit nun über zwanzig Jahren, und Album Nummer fünf setzt die Reihe ununterbrochen fort.

Hier tut nichts weh, hier stößt nichts ab, hier fließen kernig rockende Riffs und schmachtender Gesang mit unentrinnbar eingängigen Melodien zusammen zu energetischen, breitbeinigen, herzlichen Heavy Rock-Hits. Flotte Faustschwinger wie ‘Into The Moonlight’ oder ‘Anything You Need’ laden ein zu beseeltem Singen und ausladendem Tanzen unter dem Sternenzelt, der Discokugel, oder viel besser: einer Neonleuchtreklame. Noch schöner wird es, wenn ‘Til The End Of Time’, ‘(There Will Be) Magic Tonight’ oder ‘Please Don’t Leave Me Behind’ (auch mal größere) Prisen von Melancholie und Nostalgie einstreuen, oder etwa in ‘One Day Closer’ die Iron Maiden-Gedenkmomente zunehmen. Tatsächlich: Wer Nummern wie das beschwingte ‘Loving You’ hört, kann keine schlechte Laune mehr haben! Enorm wichtig in kriselnden Zeiten.

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Obwohl Chris Black SAFE ON THE OTHER SIDE wie üblich allein geschrieben und aufgenommen hat, versprüht das Album den Eindruck von Band-Dynamik und Spontaneität (nicht zuletzt durch das Werwolfsheulen in ‘In The Moonlight’) – ganz, wie es sich für ein gutes Rock-Album gehört. Allerdings, wie eingangs angedeutet: Hier wird kein Rad neu erfunden, High Spirits drücken die gleichen Knöpfe wie seit zwanzig, Quatsch, 50 Jahren üblich. Aber: Das machen sie aus- und einnehmend gut! Dementsprechend muss für dieses durch die Bank unterhaltsame Album laut applaudiert werden.
Sebastian Kessler

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