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Imperium Dekadenz WHEN WE ARE FORGOTTEN

Black Metal, Napalm/Universal (11 Songs / VÖ: 30.8.)

6/ 7
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Die Stärke des Black Metal ist seine Emotionalität. Wenn im Kopf ein Film läuft, sich die Härchen auf den Armen senkrecht stellen, im Gegensatz zum fratzenhaften Dauer­grinsen des Pop-Kommerz’ auch Schmerz, Trauer, Hass, Ver­zweiflung und andere prinzipiell als negativ beschriebene Gefühle einen kathartischen, künstlerischen Ausdruck finden – dann erreicht Black Metal sein Ziel. Imperium Dekadenz treffen mit ihrem sechsten Album WHEN WE ARE FORGOTTEN genau ins Schwarze. Die Metal-Romantiker aus dem Schwarzwald bleiben sich grundsätzlich mit ihren ausschweifenden Düsterepen und melancholischem Unterton treu. So ruft der packende Titel-Track ‘When We Are Forgotten’ gleich zur Eröffnung in Erinnerung, dass die Deutschen eher auf karge Schroffheit denn gnadenlose Brutalität setzen.

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Doch im Vergleich zum bereits herausragenden Vorgänger DIS MANIBVS machen sich perfekt in das akustische Gesamtbild ein­gepasste zusätzliche Elemente wie beispielsweise die subtilen Wave-Anklänge im Song ‘Transcendence’ deutlicher bemerkbar. Wer jetzt an die jungen Österreicher Harakiri For The Sky denkt, liegt damit nicht grundsätzlich falsch, denn hier gelangen offenbar zwei Bands auf ihren eigenen, unterschiedlichen Wegen zu einem gefühlt ähnlichen Ergebnis. Mit WHEN WE ARE FORGOTTEN machen Imperium Dekadenz einen weiteren Schritt nach vorne und lassen Schwarzkunst zum Hochgenuss werden.

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