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Insomnium Winter’s Gate

Melodic Death, Century Media/Sony (1 Song / VÖ: 23.9.)

7/ 7
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In der Disziplin „Ein-Song-Konzeptalben“ setzte Edge Of Sanitys CRIMSON 1996 Maßstäbe. Eben jene Platte diente Insomnium als Anstoß, sich auch an solch einem Mammutwerk zu versuchen. Basierend auf Sänger/Bassist Niilo Sevänens Kurzgeschichte ‘Talven Portti’ begleitet WINTER’S GATE eine Horde Wikinger auf der Suche nach einer sagenhaften Insel im Nordwesten Irlands.

Herbstwind und verträumte Keyboards geleiten sanft in eine mythische Welt, die kurz darauf von einem Doublebass-Gewitter kräftig durchgeschüttelt wird. Der weitere Verlauf gleicht einer Reise durch Eis und Feuer, Niedergeschlagen- und Erhabenheit, Trauer und Wut. Über sechs Alben zu Melodic Death-Meistern gereift, bündeln Insomnium ihre Markenzeichen in 40 Minuten, betreten aber auch neue Terrains. So fließen (Folk-)Bestandteile aus Akustikgitarren, Klavier und Erzählstimme nahtlos in Thrash oder progressive, mit betörendem Klar-/Chorgesang ausstaffierte Passagen in Amon Amarth-würdige Hymnen über.

Ja, die Finnen überraschen sogar mit repetitiver Tool-Rhythmik, läuten die Kirchenglocken zur Doom-Messe, schieben anschließend eine akustische Ruhepause ein und explodieren zu guter Letzt in schwarzer Raserei. Dafür, dass WINTER’S GATE trotz mannigfaltiger Elemente wie eine Einheit klingt, verdienen Insomnium größten Respekt. Der druckvoll-atmosphärische Mix des – hier schließt sich der Kreis – Ein-Song-Album-Vorreiters Dan Swanö rundet diesen Geniestreich optimal ab.


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