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James LaBrie Impermanent Resonance

Progressive Metal, Insideout/EMI 12 Songs / VÖ: 26.7.

6.0/ 7
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Foto: METAL HAMMER

Im Grunde ist es Ironie der Geschichte, dass James LaBrie auf seinem neuesten Soloalbum IMPERMANENT RESONANCE ausgerechnet die jahrelangen Forderungen seines früheren Intimfeinds Mike Portnoy (Ex-Dream Theater-Drummer) -beherzigt. Denn dieser hatte in den Jahren vor seinem Rauswurf immer wieder einen moderneren, derberen und weniger hochtirilierenden Gesang gefordert.

Bei seinen ehemaligen Band-Kollegen stieß Portnoy mit diesem Wunsch auf taube Ohren, bei LaBrie hingegen offenbar auf einen wunden Punkt. Also setzt der kanadische Sänger auf IMPERMANENT RESONANCE auch unüberhörbare Grunts ein und hält seine Stimme ansonsten in einer moderaten Höhe. Da auch die überwiegend mit Gitarrist Matt Guillory zusammengetragenen Songs einen im Vergleich zum Traumtheater kantigeren Pfad einschlagen, ohne jedoch die melodischen Prog Metal-Anteile zu vernachlässigen, wird der Zuhörer in ein Wechselbad aus Überraschung, Begeisterung und Verblüffung geworfen.

LaBrie gelingt gleich eine Vielzahl fabelhafter Songs, beginnend bei ‘Agony’ und ‘Undertow’ über das in elektronische Spielereien eingebettete ‘Slight Of Hand’ bis hin zum knüppelharten Thrash-Finale ‘I Will Not Break’, eine Art programmatisches Statement zur aktuellen Gefühlswelt des Mannes, an dem auch Dave Mustaine seinen Spaß gehabt hätte. Beeindruckend!


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