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Kansas THE ABSENCE OF PRESENCE

Progressive Rock, InsideOut/Sony (9 Songs / VÖ: 17.7.)

5/ 7
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Man kann Gründungs­mitglied und Schlag­zeuger Phil Ehart bei seiner Behauptung, Kansas würden immer wie Kansas klingen (siehe Schluss­akkord-Interview in dieser Ausgabe), nur zustimmen. Denn auch wenn er und Gitarrist Rich Williams die letzten der alten Besetzungs­garde sind und die Band damit zu 70 Prozent aus neuen Gesichtern besteht, schafft es auch das zweite neue Album mit unter anderem Sänger Ronnie Platt und Gitarrist Zak Rizvi, eine heimelige Vertrautheit zu reproduzieren. Sound-technisch superb mit einem fast schon cinemato­grafischen Weitwinkelansatz in Szene gesetzt, kaskadieren die Keyboards wie eh und je, fiedelt David Ragsdales Geige wie besessen, drücken die Gitarren und donnern Eharts Drums mit unge­brochener Inbrunst. Was alles nur die Hälfte wert wäre, wären die Komposi­tionen medioker.

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Sind sie aber nicht. Kansas verstehen es auch nach über 45 Jahren noch, technisch aufzutrumpfen und zugleich melodieselig in Harmonien zu schwelgen. Qualitäten, die Dream Theater wie etwa im Opener und Titel-Track durchaus neidisch machen könnten. Bei allem technischen Können verstehen es Kansas ebenso, sich wie im vergleichsweise gerad­linigen, genialen ‘Jets Overhead’ auch einfach nur himmelstürmend hymnisch zu geben. Ein Album, welches die Reputation der Band als facettenreiche und versierte US-Prog-Instanz mit Hook-Gespür nur weiter unterstreicht.

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