Toggle menu

Metal Hammer

Search

MH 10/2019 jetzt bestellen

King Dude SEX

Dark Rock, Ván/Soulfood (11 Songs / VÖ: 28.10.)

5/ 7
teilen
twittern
mailen
teilen
von

Wenn man nicht nur im Vorprogramm der Grave Pleasures landet, sondern auch Behemoths Nergal eigens zu einem Gig anreist, um diese Supportshow zu sehen, muss man wohl etwas richtig machen.

Das tut TJ Cowgill alias King Dude nun schon seit einigen Platten und Tourneen – sowohl als Alleinunterhalter als auch im Band-Verbund. Weniger von Nick Cave und der Verfinsterung twang-voller Fifties-Traditionen beseelt (oder besser: besessen) als auf seinem letzten Werk, dem unheimlich guten SONGS OF FLESH & BLOOD – IN THE KEY OF LIGHT, wartet SEX nicht nur mit der Addition eines Basses auf, sondern lässt noch tiefer in die verlorenen Seelenabgründe seines sympathisch sinistren Schöpfers blicken.

Klingt der Opener ‘Holy Christos’ noch wie gute Ghost in einem Type O-Arrangement, gelingt es seiner kumpelhaften Exzellenz im weiteren Verlauf dieses von Amphetaminen, Alkohol und dem Antichrist beflügelten, böse brodelnden Albums sowohl Peter Steele, Iggy Pop, Tom Waits (‘I Wanna Die At 69’ – ja, auch bei den Texten steckt der Teufel im Detail), Cohen (‘Our Love Will Carry On’) sowie Achtziger-Gothic und tiefschwarze Americana vor ein und demselben Opferaltar um sich zu scharen.

Doch auch Ausflüge in Satans Surf-Schule (‘Swedish Boys Drum’) oder völlig schräge Einbrüche in Franz Ferdinand-Tanzflächen-Terrain (‘The Girls’) stehen auf dem illustren Programm. Womit der Typ wieder alles richtig gemacht hat.


ÄHNLICHE KRITIKEN

Call Of Duty: Black Ops 4 (PS4, Xbox One, PC)

Der neueste „Call Of Duty“-Ableger spielt wieder in der nahen Zukunft. Unser Test verrät, ob sich das lohnt.

Madden NFL 19 (PS4, Xbox One, PC)

Das Football-Spiel „Madden NFL“ geht in die jährliche Update-Runde. Ob sich das lohnt, zeigt unser Test.

God Of War (PS4)

Wie gut schlägt sich Kratos in seinem neuesten Abenteuer? Erfahrt es in unserem Test.


ÄHNLICHE ARTIKEL

Lauschaffäre: Was ist eigentlich Queercore?

Queercore ist mehr als ein Genre. Queercore ist eine politische Bewegung, ein kultureller Untergrund, ein Netz. Folgende Bands sind essenziell.

Behemoth: Oralverkehr im Moshpit

Konzertgenuss auf ganz besondere Art: Mitten im Pit beim Behemoth-Konzert einen Fellatio zu vollführen, ist Stimulation de luxe.

Rammstein: So klingt das Album

Erstmalig der Presse präsentiert wurde das siebte Rammstein-Album in der Karwoche. Die ersten Eindrücke der METAL HAMMER-Redaktion lest ihr hier.

teilen
twittern
mailen
teilen
Lauschaffäre: Was ist eigentlich Queercore?

„J.D.s“ hämmerte in den 80er-Jahren das Genre auf Papier, seither gilt das Fanzine als Katalysator der Subkultur, viele andere waren am Keimprozess beteiligt. G. B. Jones und Bruce LaBruce, die Gesichter hinter dem queeren Fanzine, gaben dem Kind, das im Untergrund rumorte und schrie, einen Namen: Queercore. Eine Bewegung, die sich als Teil des Punk und Hardcore herausbildete, von der übrigen Gesellschaft abgrenzte, anstatt ausgegrenzt zu werden. Sie erzählen von Vorurteilen, die der LQBTQIA+-Bewegung entgegengebracht werden, den unterschiedlichsten sexuellen Identitäten, Geschlechtsidentitäten, Körpern, Liebe und Sex. MDC Die Anarchopunk-Band MDC traten nach und nach unter verschiedenen Backronymen auf, interpretierten ihre bandeigene Buchstabenkombination…
Weiterlesen
Zur Startseite