Toggle menu

Metal Hammer

Search

Korpiklaani KORVEN KUNINGAS Review

teilen
mailen
teilen
von

An Arbeitsmoral und -wut scheint es den Folk-Metallern Korpiklaani nicht zu mangeln: Haben die feierwütigen Finnen erst im letzten Sommer ihr viertes Album TERVASKANTO unter’s nicht minder feierwütige Metal-Volk gebracht, so stehen sie unglaubliche neun Monate später mit Scheibe Nummer fünf in den Startlöchern.

Man hegt den Verdacht, dass hier überirdische Kräfte oder zumindest ein finnisches Zauberwurzelgetränk verwendet worden sein muss. Auf den 14 (!) neuen Songs zeigen sich Korpiklaani als bestens geschmierte, auf Hochtouren laufende Maschine, die mit Metal, Folk und schamanischen Gesängen angetrieben wird. Neben den typischen Party- und Schunkelmelodien, die wieder einmal in unzähligen Gute-Laune-Krachern verbraten werden, zeigen die Finnen aber auch einige Seiten, die man – zumindest in einer solch ausgeprägten Form – noch nicht von ihnen kannte: So werden wir des Öfteren von schamanischen Gesängen derart eingelullt, dass wir – sichtlich benommen und verdutzt – von den folgenden Lauschangriffen überrumpelt werden.

Ebenso ins Gehör fällt, dass die Finnen wohl auch eine leicht düstere und melancholische Seite an sich entdeckt haben, beziehungsweise diese etwas stärker ausleben. KORVEN KUNINGAS ist sicher ein Album, das man so von dem Sextett erwarten durfte, das aber auch einige Überraschungen parat hat.

Marcel Rudoletzky

(Diese und viele weitere Rezensionen findet ihr in der METAL HAMMER April-Ausgabe!)


ÄHNLICHE KRITIKEN

Korpiklaani :: Noita

Raubtier :: Bestia Borealis

Korpiklaani :: Manala


ÄHNLICHE ARTIKEL

Javier Bardem hört Slipknot, wenn er schlafen geht

Javier Bardem kann nicht ohne Heavy Metal — dies betonte der renommierte Darsteller in einem aktuellen Interview.

Soundgarden: Die Grunge-Band hörte in den Neunzigern Metal

Zwischen den Lagern Grunge und Metal herrschte einst ein Spannungsverhältnis. Trotzdem erkennt Soundgarden-Gitarrist Kim Thayil Gemeinsamkeiten.

Jason Newsted schließt weiteres Metal-Album nicht aus

Lässt Jason Newsted sein Metal-Projekt Newsted wiederauferstehen? Die Chancen scheinen gar nicht mal so schlecht zu stehen…

teilen
mailen
teilen
Soundgarden: Die Grunge-Band hörte in den Neunzigern Metal

Metal und Grunge waren sich lange Zeit bekanntermaßen spinnefeind. Doch wie Soundgarden-Gitarrist Kim Thayil in einem Interview mit ‘Turn Out A Punk’ erklärte, konnte er bereits damals Bands wie Metallica, Exodus oder Metal Church viel abgewinnen. Dabei seien beide Genres stilistisch gar nicht so weit voneinander entfernt, wie der Musiker ausführt. Kein Konkurrenzdenken „Wir mochten Metallica [...]. Die Thrash-Szene – sie hatten sich sehr stark mit der Punk-Szene vermischt – war unabhängig und nicht so radiotauglich, MTV-orientiert oder Pop-lastig“, sagte Thayil. „Wir hörten schon Metal Church. Und ich kannte Trouble und Exodus, deren Platten hatten wir also. Tatsächlich war es…
Weiterlesen
Zur Startseite