Kritik zu Korpiklaani Noita

Korpiklaani Noita

Pagan Metal, Nuclear Blast/Warner 10 Songs / VÖ: 1.5.

4.0/ 7
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Unglaublich, dass die finnischen Waldschrate ­Korpiklaani bereits ihr neuntes Album veröffentlichen! Mit zweieinhalb Jahren dauerte die Entstehung länger als jemals zuvor, doch nun dürfen sich Freunde von Pagan und Trink-Metal endlich über neuen Stoff ihrer Helden freuen.

Doch, Halt: Bereits auf dem Vorgänger MANALA rückte das Sextett etwas von den alkoholisierten Stücken ab und besann sich auf traditionellere, mythische Themen. So auch auf dem Neuling NOITA (finnischer Medizinmann mit besonderem Bezug zu Natur und Heilkräften), dem musikalisch eine beachtliche Balance-Leistung zwischen Metal und Folk-Anteilen gelingt. Letzte wurden dank Neuling Sami Perttula und seinem Knopfakkordeon sogar forciert und von ebenfalls verstärkten Violinen unterstützt. Doch keine Sorge vor Veränderung, die Finnen halten sich grundsätzlich an ihr erprobtes Rezept: So finden sich auf NOITA jede Menge feierbare Stücke wie der Opener oder das folgende, besonders live-taugliche ‘Pilli On Pajusta Tehty’, denen die frühere Raserei, die stets den Moshpit zum Ausflippen bringt, zumindest ansatzweise innewohnt.

Davon abgesehen präsentieren Korpiklaani getragene Tieftöner (‘Lempo’), zauberspruchartige Epen (‘Minä Näin Vedessä Neidon’) sowie Stoff zum Schunkeln (‘Sahti’, ‘Jouni Jouni’) und zum Headbangen mit Luftgitarre (‘Sen Verran Minäkin Noita’). Obwohl den Finnen mit NOITA ein ordentliches Album gelungen ist, stellt sich dennoch die Zielgruppenfrage: Während wahren Folk Metal-Fans der Zirkus zu bunt sein dürfte, hält sich die Party-Fraktion vermutlich lieber an die alten alkoholischen Dauerbrenner. Eingeschworene Korpiklaani-Fans kommen natürlich trotzdem auf ihre Kosten.

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