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Livid Halcyon WINTERLOVE Review

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Um in einem vor Konkurrenz überbordenden Genre wie dem Gothic Metal aufzufallen, muss sich eine Band anstrengen. Entsprechend schwierig ist es für Livid Halcyon aus der Masse heraus zu stechen.Ganz ohne Erfahrung sind die zwei Mädels und zwei Jungs von Livid Halcyon nicht – aber sie sind unbekannt. WINTERLOVE macht auch schnell deutlich, warum das so ist.

Die Band versucht sich verzweifelt an ihrer Version des beliebten Gothic Metal Konzepts, scheitert aber bei zehn von elf Liedern an ihrer Mittelmäßigkeit. Die Melodien und der Song-Aufbau wirken beiläufig, fast gelangweilt. Die stimmlichen Kompetenzen von Sängerin Meli Graule lassen viel Luft nach oben und die Texte bestätigen den musikalischen Eindruck. Da wird möglichst Klischeereich das einsame Herz verlassen, verloren, ausgeblutet und eingefroren. ‘System Overload’ allerdings stellt mit seinem Ohrwurmpotential eine angenehme Ausnahme auf WINTERLOVE dar.

Um in diesem Genre noch irgendwas zu reißen, braucht man mehr als einen interessant geschriebenen Namen. Livid Halcyon sind nach vier Veröffentlichungen noch immer auf keinen grünen Zweig gekommen. Das sollte Anstoß genug zum Umsatteln sein, denn noch ein WINTERLOVE können sie sich sparen.

Saskia Annen


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