Lost Society IF THE SKY CAME DOWN

Modern Metal, Nuclear Blast/RTD (10 Songs / VÖ: 30.9.)

5.5/ 7
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Ja, ja – Lost Society waren lange Zeit ein vielversprechender Nachwuchs des Thrash Metal. Inzwischen kann man die Finnen aber wirklich nicht mehr als solchen einstufen, dafür ist IF THE SKY CAME DOWN zu modern. Bereits der Opener ‘112’ fackelt nicht lange, um eingängig wie richtungweisend zu vermitteln, womit man es bei diesem Lost Society-Werk zu tun hat. Die Texte drehen sich um psychische Gesundheit, Sänger Samy Elbanna schwankt zwischen Mitsing-Refrains und harschen Rufen, und wenn man gerade noch die Wurzeln der Band erahnen will, führen einen Turntable-Scratches schnell an der Nase herum. Nach und nach offenbaren Lost Society auf ihrem fünften Album, wer ihre neuen Helden sind – ‘(We Are The) Braindead’ ist zwar im Hinblick auf ihr 2016er-Album BRAINDEAD selbstreferenziell, klanglich aber Slipknot näher als Anthrax, und in ‘Stitches’ ist Linkin Park-Einfluss zu erkennen.

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Besonders stark ist IF THE SKY CAME DOWN immer dann, wenn man das Thema der Lyrics in der Musik erahnen kann: In ‘What Have I Done’ und ‘Awake’ (schön: Streicher!) vermitteln die Instrumente ein unbehagliches Gefühl, in ‘Creature’ lässt Elbanna ein irres Lachen hören, und aus der schließenden Ballade ‘Suffocating’ trieft der Schmerz. So schade Lost Societys Veränderung für Fans der ersten Stunde sein mag: Viel wichtiger als eine möglichst klassische Genre-Bezeichnung ist, ob das Quartett nach wie vor gut in dem ist, was es macht. Die Antwort ist einfach: Ja.

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Slipknot: Corey Taylor wollte eigentlich Lehrer werden

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