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Mad Max

Action, Games, Avalanche (Square Enix) / PS4

5/ 7
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Foto: Promo

Gewalt, Endzeit, staubige Wüste

Mad Max bringt alles mit, was der Name verlangt: Eine vertrocknete Welt ohne Wasser, völlig durchgeknallte Fraktionen, Gewalt, Gnadenlosigkeit und absurde Fahrzeuge, bewehrt mit Stacheln, Harpunenwerfern, Sniper-Gewehren und Klingen in den Felgen. Und wie es sich für einen Ableger aus dem Mad Max-Universum gehört, wird dem namensgebende „Mad“ Max Rockatansky zu Beginn übel mitgespielt. Sein legendärer Ford Interceptor “Black On Black” wird gestohlen und er selbst zusammengeschlagen und zum Sterben in der Wüste zurückgelassen. Sein Glück: Er trifft auf den entstellten Mechaniker Chumbucket, der ihn nicht nur mit seinem Buggy aus der Wüste rettet, sondern ihm auch sein Lebenswerk präsentiert: Das Magnum Opus, das beste Auto was es jemals gegeben hat. Zumindest dann, wenn Max es schafft alle relevanten Teile für die Karre zu finden. Das Ziel des Spiels ist damit definiert: alle Autoteile zusammensuchen, um den Magnum Opus so stark wie möglich zu machen, Rache an dem Fiesling Scrotus nehmen, der mit seiner Bande im mächtigen Gastown regiert und danach endlich den verdienten Frieden in der Stillen Ebene finden.

Auf dem Weg dahin muss Max die Gunst von drei Kriegsfürsten gewinnen, die in ihren Festungen auf dem ausgetrockneten Meeresboden residieren. Um sein Fahzeug aufzurüsten muss Max im typischen Open-World-Stil zunächst die Gebiete befrieden, Außenposten feindlicher Banden zerstören, Warboy-Konvois auseinandernehmen, Vogelscheuchen der Gegner mit der Harpune zu Boden reißen und massenhaft Schrott sammeln, aus dem die wertvollen Upgrades geschaffen werden können. Natürlich gibt es auch Missionen der einzelnen Kriegsfürsten und anderer Personen denen Max im Ödland begegnet und die allesamt kleinere Geschichten erzählen. Diese sind zwar durchweg ordentlich inszeniert, können aber bei Weitem nicht mit den grandiosen Nebenaufgaben von The Witcher 3 mithalten.

Offroad-Spaß in der Wüste

Die gute Nachricht zuerst: Die wesentlichste Spielmechanik wurde von Avalanche grandios umgesetzt. Selten hat es dermaßen viel Laune gemacht, mit aufgemotzten Fahrzeugen durch die endlose Weite der Wüste zu heizen. Dazu trägt auch die gelungene Kulisse bei, die mit spektakulären Sandfontänen, schönen Lichtstimmungen und überragenden Explosionen die unwirtlich-schroffe Landschaft zum Leben erweckt. Wenn man mit Höchstgeschwindigkeit an einer steilen Klippe entlangrast während die Sonne untergeht, wirkt das gefährliche Ödland beinahe romatisch. Auch der Kampf zwischen den Fahrzeugen ist spannend inszeniert und funktioniert deutlich besser als z.B. bei Rage. Man kann per Tastendruck „Schläge“ verteilen, den Gegnern mit Klingen und Rammspornen zusetzen oder einzelne Teile der Feindfahrzeuge per Harpune entfernen.

Zudem gibt es in der scheinbar leblosen Wüste unendlich viel zu entdecken. Überall verstecken sich kleine Unterschlüpfe, Geheimlager oder Außenposten, deren Außerverteidigung man zunächst mit dem Magnum Opus knacken muss, bevor man sich mit Max in den Nahkampf wagen kann. Hier kommt auch das fest am Auto angebrachte Scharfschützengewehr zum Einsatz, das allerdings nur spärlich mit Munition versorgt wird und daher sparsam eingesetzt werden sollte.


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