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Memoriam REQUIEM FOR MANKIND

Death Metal, Nuclear Blast/Warner (10 Songs / VÖ: 21.6.)

6/ 7
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Im Krieg gibt es keine Zeit für Atempausen, und so feuern Memoriam auch dieses Jahr wieder eine frische Granate ab: REQUIEM FOR MANKIND. Es ist bereits die dritte Platte der Briten um Karl Willetts (Bolt Thrower) und Frank Healy (Benediction) – jedes Jahr ein Album, das muss man erst mal auf die Reihe kriegen. Doch von Abnutzungs- oder Ermüdungserscheinungen kann auch auf diesem Werk keine Rede sein. Man hat eher den Eindruck, dass Memoriam gerade erst richtig in Schwung gekommen sind. War das Debüt FOR THE FALLEN noch von der Trauer um die ehemaligen Weggefährten geprägt, schlug THE SILENT VIGIL schon brutal-rauere Töne an.

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REQUIEM FOR MANKIND führt diese Marschrichtung nun konsequent fort: Es hagelt Old School-Death-Hymnen, die vor allem von der unnachgiebigen Gitarrenpeitsche und Willetts’ Faustschlag-Vocals leben. Das Schönste an Memoriam ist und bleibt ihre Authentizität und Direktheit – nachzuhören etwa im Riff-getriebenen ‘Austerity Kills’, das zwischen Thrash-Wahnsinn und doomigen Grooves hin und herpendelt. Aber auch Melodisches hat seinen Platz: ‘Refuse To Be Led’ zum Beispiel zaubert dank seines zwei­stimmigen Gitarreneinstiegs auch gerne mal ein Gänsehäutchen auf die Unterarme. Doch ‘Fixed Bayonets’ stellt gleich im Anschluss klar: Nee, das ist kein Friedensangebot. Hier wird konsequent weitergekämpft, bis zum bitteren Ende.


Robert Müller (5 Punkte)

Ja, den geheimen Traum, hiermit Bolt Thrower in neuer Form wiederauferstanden zu ­sehen, erfüllen die Briten nachhaltig nicht. Aber genau das gibt REQUIEM FOR MANKIND seinen Charme: Es hat Karl Willetts, es hat Riffs und schroffe Punk-Attitüde, es bringt Spaß und will gar nicht in einem Jahr noch bei mir in Dauerrotation sein – denn bis dahin haben die Herren sicher schon etwas Neues am Start.

Marc Halupczok (5 Punkte)

Nach dem im Nachhinein als Schwächeanfall zu bewertenden THE SILENT VIGIL lassen Memoriam auf REQUIEM FOR MANKIND wieder ordentlich die Ketten rasseln. Das Album ist griffiger und vor allem deutlich eingängiger als sein blasser Vorgänger und überzeugt mit Songs wie ‘Shell Shock’ oder ‘Austerity Kills’. In dieser Form gehören die Briten in die erste Liga des Death Metal. Bajonett aufgepflanzt und ab dafür!

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