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Meshuggah THE VIOLENT SLEEP OF REASON

Extreme Metal, Nuclear Blast/Warner (10 Songs / VÖ: 7.10.)

7/ 7
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Dass auch dieses Meshuggah-Album eine metallische Offenbarung ist, überrascht nicht. Die Schweden starten seit Jahren außer Konkurrenz, in Sachen Songwriting/Arrangement kann ihnen keine Band im extremen Bereich auch nur ansatzweise das Wasser reichen. THE VIOLENT SLEEP OF REASON untermauert diesen Herrschaftsanspruch eindrucksvoll.

Nur eine Sammlung von außergewöhnlichen Songs

Was aber weitaus wichtiger ist: Dieses Album ist nicht nur eine Sammlung von außergewöhnlichen Songs voller technischer Finessen – es lebt, brodelt, gärt, peitscht, wütet und brüllt auch. Meshuggah haben es geschafft, erneut die Emotion über die kalte Technik siegen zu lassen. Ihr Können kommt ihnen dabei natürlich zugute, aber sie sind schlau genug, es in den Dienst des Gefühls zu stellen. ‘Nostrum’ etwa, dieser fiese, angeschwärzte Brocken, der episch-sanft startet, reißt einem mit seinem wirren Groove fast den Schädel auseinander. Doch nach und nach offenbart dieser Track seine Grundstruktur – und diese ist eben derart nachvollziehbar, dass sich der Nacken in bedingungsloser Ehrfurcht beugt.

Meshuggah mit Goya-Radierung

Dass Meshuggah eine Goya-Radierung als Inspiration für THE VIOLENT SLEEP OF REASON angeben, passt exakt ins Bild: Das Dunkle, Finstere, das schon beinahe greifbar ist, aber eben nicht von allen erkannt wird, ist ein Leitfaden, der sich durch Meshuggahs Musik zieht – und wie so oft ist genau diese Andeutung des Extremen packender als die plumpe Präsentation von Brutalität. Große Kunst.


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