Toggle menu

Metal Hammer

Search

Metallica S&M2

Thrash Metal , Blackened/Universal (20 Songs / VÖ: 28.8.)

6.5/ 7
teilen
mailen
teilen
von

Lediglich ein Aufguss des Symphoniealbums aus dem Jahr 1999? Von wegen! Die Unterschiede liegen nicht nur im Detail, sondern werden auf einem – dem Anlass angemessenen – Silbertablett präsentiert. Bereits die Tracklist beider Alben unterscheidet sich massiv: Wie selbstverständlich hüllen Metallica auf S&M2 auch Songs ihrer letzten drei Alben ins orchestrale Gewand. ‘The Unforgiven III’ und ‘The Day That Never Comes’ (DEATH MAGNETIC, 2008) sind mit ihrem dramatischen Ton natürlich prädestiniert dafür; dass es mit ‘All Within My Hands’ auch ein Song von ST. ANGER ins Set geschafft hat, ist durchaus faszinierend – komplett neu arrangiert unterstreicht die Nummer, wie viel Potenzial im ungeschliffenen 2003er-Album steckt! Überraschend stimmig sind die Umsetzungen der drei HARDWIRED… TO SELF-DESTRUCT-Stücke geraten – vielleicht, weil man sie nicht so haarklein im Ohr hat wie die Klassiker.

🛒  S&M2 bei Amazon

Womöglich aber auch, weil sich Metallica und die Musiker der San Francisco Symphony (unter Dirigent Michael Tilson Thomas und Edwin Outwater) viel besser ergänzen als noch auf S&M. Das unterstreichen sie insbesondere mit der gemeinsamen Interpretation von Alexander Mossolows ‘Die Eisengießerei’ (‘The Iron Foundry, Opus 19’) und – noch beeindruckender – dem Basssolo ‘(Anesthesia) Pulling Teeth’. Auch unverzichtbare Klassiker wie ‘Wherever I May Roam’, ‘One’ oder ‘Master Of Puppets’ wirken aus einem Guss und voller epischer wie metallischer Energie; keine Spur davon, dass sich Hetfield kurz nach den Aufnahmen in den Entzug begeben musste. S&M2 ist ein durch und durch gelungenes Experiment sowie ein beeindruckend arrangiertes und produziertes Best Of-Konzertalbum.

***

Ladet euch die aktuelle Ausgabe ganz einfach als PDF herunter: www.metal-hammer.de/epaper

Du willst METAL HAMMER lesen, aber kein Abo abschließen? Kein Problem! Die aktuelle Ausgabe portofrei nach Hause bestellen: www.metal-hammer.de/heftbestellung

***

teilen
mailen
teilen
Richie Faulkner verteidigt Bands ohne originales Line-up

Sind Judas Priest überhaupt noch die wahren Judas Priest, wenn mit Bassist Ian Hill und Sänger Rob Halford nur noch zwei Mitglieder des klassischen Line-ups übrig sind? In der Karriere einer Band gibt es selbstverständlich Mitgliederwechsel. Kaum eine Musikgruppe schafft es, über Jahrzehnte dasselbe Line-up beizubehalten. Motivationsfrage Judas Priest-Gitarrist Richie Faulkner erklärt im Interview mit Metal Forever Music Defenders Of Metal seinen nüchternen Blick auf die Diskussion. Nachdem der Interviewer das Beispiel Rush aufführt, die neuerdings mit Schlagzeugerin Anika Nilles unterwegs sind, nachdem Neil Peart 2020 verstorben war, sagt Faulkner: "Ich finde, solange die Jungs sollten das machen, solange sie…
Weiterlesen
Zur Startseite