Neben Darkthrone meldet sich diesen Monat ein weiteres Urgestein des norwegischen Black Metal mit einem neuen Lebenszeichen: 1987 von Marius Vold & Steinar Johnsen aka Sverd gegründet und gewissermaßen die Vorgänger-Band von Arcturus. Lange Jahre war nur das SLOW DEATH-Demo von 1989 im Untergrund bekannt, auf welches drei Jahrzehnte später endlich mit RAVENSVART ein erstes Album folgte, auf dem ebenfalls Hellhammer von Mayhem und Tor Stevenes von 1349 beteiligt waren. Nach einer Neueinspielung des legendären Demos einige Jahre später ist nun auch das zweite Album MØRKETID am Start. An der kompromisslosen Ausrichtung, traditionell gehaltenen Black Metal norwegischer Prägung zu spielen, hat sich erwartungsgemäß nichts geändert. Über weite Strecken bewegt sich MØRKETID im Midtempo, lässt aber auch immer mal wieder Hellhammer am Schlagzeug glänzen und die Doublebass strapazieren. Sverds Keyboard-Elemente sind erneut sehr zweckdienlich und weniger dominant als bei The Kovenant, aber dennoch essenziell für die düstere Atmosphäre der Songs. Diese wurden übrigens erneut im renommierten Toproom Studio (Mayhem, Borknagar, Enslaved et cetera) produziert und mit sehr stimmigem Sound versehen. Im direkten Vergleich zum ersten Album wirkt alles in sich geschlossener und trotz der recht engen stilistischen Grenzen sehr abwechslungsreich und ausgefeilt. Empfehlenswert!
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