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My Sleeping Karma Soma

Instrumental Rock, Napalm/Universal 11 Songs / 56:10 Min. / 28.9.2012

6/ 7
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Foto: Napalm

Eine Erkenntnis, die für viele jüngere Rockfans neu sein dürfte: Man kann rein instrumentale Nummern über einen Zeitraum von fast einer Stunde aneinanderreihen, ohne dass Langeweile oder Überdruss aufkeimt. Und wie, bitteschön? Indem man gängige Rock-Strukturen aufbricht und stärker auf Sounds und Stimmungen setzt als auf mehr oder minder logisch anmutende Abfolgen von Intro-Strophe-Refrain-Solo.

Die latente Gefahr, dass derartig atmosphärische Klangmalereien schnell in der schläfrigen Chillout-Zone drogenvernebelter Knutschpartys verpuffen, vermeiden die Aschaffenburger My Sleeping Karma durch den handfesten Einsatz von Rock-Instrumentarium. SOMA heißt ihr neues Album, und um es angemessen zu beschreiben, stelle man sich den indisch-spirituellen Habitus von Kula Shaker, den lasziven Spirit früher Pink Floyd-Stücke (sagen wir mal zu Prä-MEDDLE-Zeiten), die verquere Ergonomie archaischer Krautrock-Kompositionen von Bands wie Ash Ra Temple oder Popol Vuh und die schwere Eleganz doomiger Tony Iommi/Black Sabbath-Riffs vor. Einzelne Stücke dieser superben Scheibe herauszustellen würde keinen Sinn ergeben, denn SOMA nimmt seinen Zuhörer mit auf eine Reise durch Zeit und Raum, wo man an keiner Haltestelle aussteigen sollte. Magisch!

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