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Obituary DYING OF EVERYTHING

Death Metal, Relapse/RTD (10 Songs / VÖ: 13.1.)

4.5/ 7
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Floridas finest gehen es in ihrem zweiten (oder gar dritten?) Frühling richtig an: Sie lassen sich Zeit zwischen ihren Alben und biegen nur dann mit frischem Material ums Eck, wenn dieses eigene Qualitäts­standards erfüllt. Diesmal hat es fast sechs Jahre gedauert, bis ein neues Opus das Licht der Welt erblickte – wobei diese Metapher angesichts eines Albumtitels wie DYING OF EVERYTHING wohl eher fehl am Platz ist. Vom Gros der Musik kann man dies nicht behaupten: Der Einsteiger ‘Barely Alive’ erinnert (nicht zuletzt gesanglich) etwas an die seligen Slayer, flotte Attacken wie der Titel-Track, ‘Weaponize The Hate’ oder ‘Torn Apart’ wüten gnadenlos und unbarmherzig, und sägende, dabei jedoch verspielte Schieber wie ‘The Wrong Time’ oder ‘By The Dawn’ malmen alles nieder – hier klingen die Tardy-Brüder und ihre Mannen mit am stärksten.

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Im gedrosselten Tempo geht hingegen nicht alles auf: Zwar gelingt es kriechenden Tieftönern wie ‘Without A Conscience’ und insbe­sondere dem von Sperrfeuerkulissen eingerahmten ‘War’ zu fesseln wie verschlingen; lahmer klingen jedoch ‘My Will To Live’ und das finale ‘Be Warned’. Dies sowie die (mal von Tempowechseln abgesehen) mangelnde Abwechslung mögen den Hörgenuss der Dreiviertelstunde etwas schmälern, Widerstand ist dank der grollenden, über alles hinwegrollenden Urgewalt der eingespielten Todeswalze jedoch zwecklos.

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