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Onkel Tom H.E.L.D.

Rock, Steamhammer/SPV 13 Songs / VÖ: erschienen

5.0/ 7
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Nach einem standesgemäßen Intro (eine Mischung aus aufploppenden Flaschen und Darmwinden) steigt unser aller Onkel Tom mit ‘Prolligkeit ist keine Schande’ in seine neue Reise ins blaue Universum ein. Doch H.E.L.D. – steht für Hart, Ehrlich, Laut, Durstig – hat durchaus noch mehr zu bieten als (ausschließlich selbst komponierte) Saufhymnen der Marke ‘Ein bisschen Alkohol’, ‘Am Morgen danach’ oder ‘Wer nach dem Lied noch stehen kann’. Der Sodom-Chef baut zunehmend ernste und nachdenkliche Themen ein, zum Beispiel in Songs wie ‘Der Duft von Lavendel’ (Anspieltipp!), ‘Auf Gedeih und Verderb’ oder ‘Ich bin noch am Leben’, der ersten Angelripper-Ballade überhaupt. Und dabei beweist das Ruhrpott-Original häufig mehr Gefühl für die deutsche Sprache als diverse Deutsch-Rock-Kapellen und selbst ernannten Onkelz-Nachfolger zusammen. Musikalisch ist ohnehin alles im grünen Bereich. Der neue Gitarrist Klaus Nicodem (ehemals Japanische Kampfhörspiele), der Alex Kraft ersetzt, scheint den Sound noch ein wenig mehr gen Metal verschoben zu haben. Damit ist H.E.L.D. vielleicht immer noch kein Fall fürs Goethe-Institut, aber mit Sicherheit das beste Onkel Tom-Album bis dato.

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