Kritik zu Operation : Mindcrime The Key

Operation : Mindcrime The Key

Frontiers/Soulfood (12 Songs / VÖ: erschienen)

4/ 7
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Foto: Promo

So sehr sich die ehemaligen Band-Mitglieder von Queensrÿche in den letzten Jahren vor Gericht gezofft haben – bezüglich ihrer jeweiligen Veröffentlichungen scheinen sich die Protagonisten insgeheim abzusprechen. Vorteil für die (immer noch nicht kleine) Schar der Anhänger: Sie können direkt vergleichen und ihre jeweiligen Schlüsse daraus ziehen.

Unter Operation: Mindcrime zieht Geoff Tate seine Solokreise – und, klar: Wenn er sich schon nach einer der größten Konzeptscheiben der Metal-Geschichte benennt, hat der 56-Jährige auch eine epische Story am Start, deren Verlauf über drei Alben erzählt werden soll. Das passiert in ruhigerer (und modernerer) Art als bei seinen ehemaligen Kollegen. Die nachdenklichen Momente regieren auf THE KEY, was kein Problem wäre, wenn sich ein Spannungsbogen aufbauen würde – dem ist aber größtenteils nicht so. Das liegt auch daran, dass Geoff Tate ein kongenialer Partner (wie früher Chris DeGarmo) abgeht, der seine kopflastigen Ideen in konsequent schlüssige Arrangements einbettet.

Härte und Geschwindigkeit sind nicht alles, können dem Hörer aber in schwierigen Phasen durchaus mal eine dringend benötigte Verschnaufpause bieten, um den Kopf freizupusten. Etwas härter wird es nur im abschließenden ‘The Fall’, in Teilen der Soli, dem überraschend rau vorgetragenen ‘Life Or Death’ oder ‘Re-Inventing The Future’ (gleichzeitig bester Song des Albums). Tate hat es stimmlich immer noch drauf (Charisma ohne Ende), aber seine Song-Ansätze wirken wie Fragmente, aus denen sich kein stimmiges Kopfkino entwickeln lässt.


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