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Oversense EGOMANIA

Modern Metal, Dr. Music/Edel (11 Songs / VÖ: 17.9.)

3.5/ 7
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Zum zweiten Mal legen die deutschen Oversense einen ungewöhnlichen Mix verschiedener Metal-Welten vor: Den Riffs nach zu urteilen klingt vor allem Old School-Heavy Metal durch (etwa beim lauten und direkten Einstieg ‘Toast On The Devil’). Die modernen Elemente stellen sich dem jedoch in den Weg und lenken stattdessen in eine spätere Ära. Der Gesang schwebt zwischen Power Metal-lastigen Höhen (die Edguy-ähnlichen Keyboardsounds steuern mit in diese Richtung) und einem an Gothic bis Schlager grenzenden Charakter, der an Unheilig erinnert. In diesem Stil fasst EGOMANIA durchaus einige gute Ideen zusammen: ‘Rave In Hell’ etwa ist eine schöne Rock-Nummer, die vor allem von ihren rotzig-frechen Gitarren-Parts lebt; ‘Faith’ überzeugt mit einer hymnenartigen Melodie, die zum Mitsingen einlädt.

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Die Platte fesselt dennoch nicht: Es wirkt, als sei der Fokus zu sehr auf jene Eingängigkeit gesetzt worden, sodass die vielen gewollten Hits in Beliebigkeit übergehen und die wirklich interessanten Gimmicks in Vergessenheit geraten (obwohl solistische Details beweisen, dass ihre Skills dies durchaus zulassen würden). Das regelrechte Schmachten in der Stimme (‘The Longing’ oder ‘Love’) sowie die nicht mehr zeitgemäße Streicherimitation besagter Keys tragen nicht gerade zu einem besseren Hörerlebnis bei. Als Power und Modern Metal-Fan kann man sich das ins Regal stellen – man kann es aber auch lassen.

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