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Papa Roach CROOKED TEETH

Modern Rock, Eleven Seven/Warner (10 Songs / VÖ: 19.5.)

6/ 7
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Papa Roach sind zurück an der Spitze! Eine andere Einordnung ist dank CROOKED TEETH kaum möglich. F.E.A.R. war 2015 bereits eine eindrucksvolle Machtdemonstration, bei der polierte Elektronik und ein starkes Feature mit Maria Brink allerdings auch über den ein oder anderen belangloseren Song hinwegtrösten konnten.

2017 lautet die Devise hingegen eindeutig: „All killer, no filler!“ Egal, ob der groovende Opener ‘Break The Fall’, die Fall Out Boy-Hommage ‘Born For Greatness’, die Ballade ‘Periscope’ mit Bring Me The Horizon-Einschlag oder das mit dem Feature des US-Rappers Machine Gun Kelly stark besetzte ‘Sunrise Trailer Park’: Es gibt auf dieser Scheibe bis zum letzten Bonustrack (‘Bleeding Through’, warum nicht auf dem regulären Album?) schlicht keinen Ausfall. Stattdessen besinnen sich Jacoby Shaddix und Co. auf ihre Grundtugenden und verbinden diese mit den Stärken der letzten Veröffentlichungen. So verbinden sich Rap (den der Frontmann endlich wieder vermehrt einbringt), groovender Rock, moderne Elektronik und nicht zuletzt die herausragende Produktion zu einem überaus kurzweiligen Gesamtwerk, das dank seines Abwechslungsreichtums immer wieder zu überraschen weiß.

‘American Dreams’ kommt zum Beispiel nach schnellen Rap-Versen mit einem herrlich kitschigen Ohrwurmchorus um die Ecke, während ‘Traumatic’ mit Letlive.-ähnlichen Gesangslinien aufwartet und die Vorab-Single ‘Help’ die melodramatische „Ich bin Jacoby Shaddix und mir geht es sehr schlecht”-Seite ausspielt. Kurz: CROOKED TEETH ist ein modernes Rock-Monument, das man Papa Roach 2017 vielleicht nicht mehr zugetraut hätte.


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