Toggle menu

Metal Hammer

Search

MH 10/2019 jetzt bestellen

Phil Campbell And The Bastard Sons PHIL CAMPBELL AND THE BASTARD SONS

Rock, Motörhead Music (5 Songs / VÖ: erschienen)

5/ 7
teilen
twittern
mailen
teilen
von

Im Zuge der Erwartungshaltungen, die das EP-Debüt von Phil Campbells neuer Band bei manch altem Fan gewiss mit sich bringt, ist es durchaus sinnvoll, das Pferd etwas weiter von hinten aufzuzäumen. ‘No Turning Back’, der vierte Song von fünf, funktioniert nämlich gleichsam als Brückenschlag zwischen Vergangenheit und Gegenwart:

In der Strophe durch Riff und Rhythmus ist die Motörhead-Handschrift unverkennbar; genauso prescht die Nummer jedoch auch in jenes Alternative RockTerrain vor, welches die übrigen Stücke deutlich stärker dominiert. Ein Einfluss, der neben Sänger Neil Starrs (Attack! -Attack!, Dopamine) stimmlicher Färbung sicher auch auf die musikalische Sozialisation von Campbells Söhnen Todd (Gitarre), Tyla (Bass) und Dane (Drums) zurück-zuführen ist, die hier mit ihrem alten Herrn die Bastard Sons-Besetzung bestreiten.

Während der lässige Opener ‘Big Mouth’ an Party-Hard Rock im Stil späterer Slash-Solo-veröffentlichungen erinnert, geht es mit ‘Spiders’ schon deutlich düsterer und grunge-geschulter zu. ‘Take Aim’ gleicht dies mit mo-dernem US-Rock-Ansatz jedoch wieder aus. Und das ungewöhnliche, fragile Balladenfinale in Form von ‘Life In Space’ hätte auch auf einer ganz anderen EP, Kik Tracees FIELD TRIP (1992), eine gute Figur gemacht.

Wer nur eine Fortführung markiger Motörhead-Traditionen erwartet (hat), könnte sich eventuell irritiert zeigen. Wer hingegen Spaß an ungezwungenem, aus der Hüfte geschossenem Rock hat und auch die frühen Neunziger nicht verteufelt, dürfte seine musikalischen Interessen durch Starr, Campbell und Söhne gut vertreten sehen.


ÄHNLICHE KRITIKEN

Call Of Duty: Black Ops 4 (PS4, Xbox One, PC)

Der neueste „Call Of Duty“-Ableger spielt wieder in der nahen Zukunft. Unser Test verrät, ob sich das lohnt.

Madden NFL 19 (PS4, Xbox One, PC)

Das Football-Spiel „Madden NFL“ geht in die jährliche Update-Runde. Ob sich das lohnt, zeigt unser Test.

God Of War (PS4)

Wie gut schlägt sich Kratos in seinem neuesten Abenteuer? Erfahrt es in unserem Test.


ÄHNLICHE ARTIKEL

Rammstein: So klingt das Album

Erstmalig der Presse präsentiert wurde das siebte Rammstein-Album in der Karwoche. Die ersten Eindrücke der METAL HAMMER-Redaktion lest ihr hier.

Phil Campbell: Soloalbum noch diesen Sommer fertig?

In einem aktuellen Interview hat Motörhead-Gitarrist Phil Campbell ausgesagt dass er hoffe, noch diesen Sommer sein Soloalbum zu veröffentlichen.

Immortal: Düstere Vorfreude

Am Freitag erscheint Immortals neues Album NORTHERN CHAOS GODS. Vorab veröffentlichen die Norweger noch einen neuen Song ‘Mighty Ravendark’.

teilen
twittern
mailen
teilen
Das sind die 10 abgefahrensten Livebands

Viele Bands peppen ihre Liveshows mit speziellen Bühnenaufbauten und allerlei Dekokram auf, um ihren Fans ein unvergessliches Konzerterlebnis zu bescheren. Andere belassen es bei Pyros und Lichteffekten, und manche bieten diesbezüglich rein gar nichts, was in gewisser Weise auch imponieren kann. In dieser Liste stellen wir zehn Bands mit ihren ganz speziellen, auf ihre jeweils eigene kreative Weise furchterregenden Shows und Performances vor. Die reine Effektmaschine Rammstein außen vor gelassen, gehören aktuell Behemoth sicher zu den optisch gruseligsten: Neben Blut, Feuer und satan-ikonischer Dekoration lassen die polnischen Black-Deather jeder ihrer Shows zu einer Schwarzen Messe ausarten. Ähnlich, aber viel blutiger…
Weiterlesen
Zur Startseite