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Portal ION

Death Metal, Profound Lore/Soulfood (9 Songs / VÖ: 26.1.)

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Man mag mich langweilig oder spießig nennen, aber Musik (ja, auch und gerade Death Metal) hat in meinen Ohren immer noch etwas mit Struktur und Nachvollziehbarkeit zu tun. Auf welcher Ebene auch immer. Wenn man die einzelnen „Songs“ von ION anspielt, ist da aber nur diese Geräuschkulisse, die von einer entfernt gelegenen Baustelle zu stammen scheint. Ab und zu glaube ich gar, ein paar Roboter aus Edelstahl herauszuhören, die auf dem Bürgersteig verschiedene Wrestling-Moves durchprobieren.

Da kann man schon mal in Panik geraten – insofern gebe ich Robert recht. Aber, im Ernst: Portal mögen einen extrem durchgeistigten Ansatz haben (inklusive Kuckucksuhr auf dem Kopf), jegliche dem Menschen bekannten Grenzen der Musikalität überschreiten und ein Konzeptalbum über rauschendes Blut im Ohr verfasst haben (das nennt man übrigens objektiven Tinnitus) – am Ende des Tages ist dieses Machwerk jedoch eine Ansammlung von beliebig in den Raum gestelltem Krach, worüber ein übersichtlich begabter Brüllwürfel sein Mittagessen auskübelt. Cthulhu sei Dank existieren Bands wie Obituary, Asphyx, Cannibal Corpse, Grave, God Dethroned, Deserted Fear und tausend weitere, die Death Metal irgendwie anders interpretieren.

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