Egal, ob Madball, Agnostic Front oder Biohazard: New Yorker mögen ihren Hardcore laut, rhythmisch und ein bisschen stumpf. Auch Pro-Pain halten sich schon seit den Neunzigern – und 14 Alben – an dieses Schema, auch wenn sie ihre Musik im Vergleich zu ihren Genre-Kollegen manchmal lieber etwas alternativer mögen. Keine Überraschung also, dass die Amerikaner auch auf ihrer 15. Platte mehr vom Gleichen im Gepäck haben. Ob man mit dem klassisch stumpfen New York-Hardcore-Stil etwas anfangen kann, sei mal jedem selbst überlassen, doch Fakt ist, dass STONE COLD ANGER in Sachen Kreativität leider auf voller Bahn durchfällt. Ab und zu wirkt es fast so, als würden sich die New Yorker trauen, etwas Neues zu versuchen, doch für mehr als ein paar flüchtige Momente reicht es leider nicht. Für eingefleischte Pro-Pain-Fans dürfte STONE COLD ANGER dennoch das liefern, was sie erwarten: kompromisslosen, geradlinigen Hardcore ohne Schnörkel. Wer jedoch auf der Suche nach frischen Ideen oder gar musikalischer Weiterentwicklung ist, wird hier kaum fündig werden.
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