Puscifer EXISTENTIAL RECKONING

Experimental Rock, Alchemy/BMG (12 Songs/ VÖ: 30.10.)

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Wem Tool noch nicht experimentell genug sind (soll es ja geben), der wird bei Puscifer fündig. Das Nebenprojekt von Tool-Frontmann Maynard James Keenan wirft alles zusammen, was bei drei nicht aus dem Bereich TripHop, Alternative Rock, Ambient, Synthie Pop und Atari-Konsole die Flucht ergreift. Das klingt zunächst chaotischer, als es ist, denn es gibt eine übergeordnete Formel, die auch diese vierte Studioscheibe zusammenhält – das ist einerseits die einzigartige Stimme, und andererseits der künstlerische Aspekt von Keenan, der sich irgendwo zwischen Achtziger-Pop, Endsiebziger-Rock und seiner alles überstrahlenden Stimme rekrutiert.

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Das verströmt Charme, Anspruch und eine Menge Absurdität. Der eigentliche Witz ist, dass EXISTENTIAL RECKONING trotz seiner Diversität in sich stimmig wirkt. Die Atmosphäre ist gechillt, manchmal fast schon romantisch (im besten Sinne der Achtziger Jahre), aber nie billig. Okay – in manch einer Passage hätte man sich als Rock-Fan einige Spitzen gewünscht, die den Synthie-Nebel noch deutlicher durchschneiden, aber: Selbst in dieser Form stellt das vierte Puscifer-Album eine absolute Hörempfehlung für offene Ohren dar.

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