Ram Zet NEUTRALIZED Review

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Norwegens Extrem-Avantgardisten RAM-ZET sind bekannt für absolut anspruchsvolle und unbequeme Musik, die nicht nur der Band selbst, sondern auch dem Hörer einiges abverlangt. Dass ob der äußerst perfektionistischen und peniblen Herangehensweise der Band mit keinen Schnellschüssen zu rechnen sein kann, dürfte sich von selbst verstehen. Dennoch hat sich das Sextett für sein viertes Album NEUTRALIZED eine extra lange Zeitspanne reserviert.

Gelohnt hat sich die gut zweieinhalb Jahre andauernde Entstehung aber allemal, denn RAM-ZET hieven ihren Schmelztiegel, in welchem sie Progressive-, Extreme-, Gothic- und Black Metal vereinen, auf eine weitere Stufe ihrer Evolution. Reduziert man die Fülle der interagierenden Gegensätze und Nuancen, mit denen die Norweger hantieren, auf eine greif- und beschreibbare Basis, dann lässt sich NEUTRALIZED als ein Wechselbad aus warmen, melancholisch-romantischen Gothic Metal-Klängen und extrem wahnwitzig und krankhaft erscheinenden Chaostrips bezeichnen.

Herausragend ist neben den harten Riff-Strukturen und der oftmals klinisch kalten Atmosphäre vor allem das theatralische, akzentuierte Gesangswechselspiel von Sängerin Sfinx und Gitarrist Zet. Trotz großer Stilvielfalt lassen Songs wie das noch relativ eingängige Anfangsstück ‘Infamia’ oder das hierzu vollkommen konträre ‘222’ einen gewissen roten Faden erkennen, an dem man sich durch die Materie kämpfen kann. NEUTRALIZED braucht vor allen Dingen Zeit, um seine Wirkung zu entfalten. Gibt man dem Album selbige, erblüht ein musikalisches Fest der Sinne.

Marcel Rudoletzky

Diese und viele weitere Rezensionen gibt es in der Januar-Ausgabe des METAL HAMMER.


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