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Salem UNDERGROUND Review

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Seit 22 Jahren sind die israelischen Metal-Extremisten von Salem nun schon mit ihrem musikalischen Spagat zwischen Death– und Black Metal samt orientalisch angehauchten Melodien unterwegs. Pünktlich zum Geburtstag gibt es neuen Live-Stoff in Form dieser liebevoll aufgemachten Live-DVD plus -CD.

Während zum Beispiel die letzte Malevolent Creation-DVD mit ihrer billigen Kameraführung eher abschreckte, drehen Salem den Spieß um und preisen mit dieser während verschiedener Shows mitgeschnittenen DVD den wahren Underground – mit je einer Kamera und einem nicht nachbehandelten Sound.

Was jetzt erschreckend klingt, funktioniert hervorragend, da Salem mit der nötigen Professionalität werkeln und ihrem Publikum einen wirklich guten Sound präsentieren: roh, hart und völlig authentisch. Fans bekommen hier eine gute Veröffentlichung geboten, die Songs von ‘Strife’ über ‘Blood’ bis hin zu alten Gassenhauern wie ‘The Edge Of The Void’ bietet.

Doch Salem wären nicht Salem, wenn sie nicht noch einen Trumpf hätten: ihre Gäste. Neben den jungen Damen vom Streicherquartett, mit dem die Band bereits früher arbeitete, taucht später noch ein Typ in Corpsepaint, mit schütterem Haar und einem schick reflektierenden Mayhem-Logo auf dem Shirt auf, der sich als Attila Csihar entpuppt.

Mit ihm prügeln sich Salem recht fidel durch ‘Freezing Moon’ und ‘Deathcrush’. Neben knapp einer Stunde Live-Material sowie einem Blick in den Proberaum, findet sich als Bonus auch noch eine halbstündige Dokumentation über die Geschichte der Band im Zeitraum 1985-2003.

Auf der beiliegenden CD sind – bis auf wenige Ausnahmen – die gleichen Stücke wie auf der DVD, aber hier zündet das Projekt etwas schlechter, weil nur bei wenigen Tracks auch das Publikum zu hören ist. Coole Sache für Leute, die ihren Metal gerne unverfälscht konsumieren.

Thomas Strater

Diese und viele weitere Rezensionen gibt es in der März-Ausgabe des METAL HAMMER.


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